Die Ikone der „Neuen Deutschen Welle“ wurde nur 66 Jahre alt. Sie starb in Italien.
Nach schwerer Krankheit„NDW“-Star Bettina Köster gestorben

Bettina Köster auf der Bühne bei einem Konzert in Kassel. (Archivfoto)
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Mit dem Song „Malaria!“ prägte Bettina Köster die Musikszene der frühen 80er Jahre. Nun ist die Musikerin, die vielen auch durch „Kaltes klares Wasser” bekannt war, gestorben.
Köster, eine Ikone der „Neuen Deutschen Welle“, starb im Alter von 66 Jahren in Italien, wie ihre frühere Bandkollegin Gudrun Gut der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Sie habe Köster noch zum Abschied besuchen können: „Ich war sehr froh, dass ich mit Freunden noch bei ihr sein konnte.“ Das sei „sehr schön“ gewesen.
Bettina Köster in Italien nach schwerer Krankheit gestorben
Das Magazin „Rolling Stone“ bezeichnete Köster als eine der zentralen Persönlichkeiten der Westberliner Underground- und Avantgarde-Szene der späten 1970er und frühen 1980er Jahre. Schon früh habe sie sich im Umfeld von Punk, Kunst und experimenteller Musik bewegt. Auch der „Tagesspiegel“ würdigte Köster als Legende der Westberliner Post-Punk-Szene.
Ihre Stimme hatte etwas Dunkles, Geheimnisvolles und wurde über die Jahre noch tiefer, ohne dabei an Wirkung zu verlieren. Im Gegenteil: Man wollte ihr unbedingt folgen.
Köster spielte zunächst bei Mania D., aus der später „Malaria!“ hervorging. Mit dieser Band veröffentlichte sie unter anderem die Songs „Your Turn to Run“, „You You“, „Thrash Me“ und „Geld/Money“. Sie lebte lange in New York, zuletzt in Süditalien.
Bettina Köster litt an Krebs
Ein Bestattungsinstitut in Capaccio Paestum bestätigte ihren Tod ebenfalls. Köster war an Krebs erkrankt.
Ihr Stück „Kaltes klares Wasser” erlebte Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung neue Aufmerksamkeit, als Chicks on Speed es aufgriffen. In einem Interview mit dem „L-Mag“ sagte Köster einmal, es sei bemerkenswert, wie viele Musikerinnen und Musiker ihre Bands als Einfluss nannten.
Der Grund dafür sei vor allem gewesen: „Eines der bemerkenswerten Dinge über die Mädchen von Mania D. und Malaria! ist, dass wir Mut hatten.“ Und sie fügte hinzu, sie sei stolz darauf, dass dieser Mut andere inspiriert habe. (red)

