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„Mit Respekt“Prinz Harry wettert überraschend deutlich gegen Trump

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Prinz Harry reagiert, als er bei den Invictus Games auf der Cockatoo Island ein ferngesteuertes Auto bedient.

Prinz Harry äußerte sich ungewöhnlich direkt zu Trumps Aussagen über den Krieg in Afghanistan. (Archivbild)

Als Reaktion auf Donald Trumps Aussagen über den Krieg in Afghanistan fand Prinz Harry deutliche Worte und gedachte dabei auch der Opfer.

Donald Trumps umstrittene Äußerungen zum Einsatz in Afghanistan haben bei Prinz Harry Empörung ausgelöst. Der amerikanische Präsident hatte fälschlicherweise behauptet, die Nato-Truppen seien in Afghanistan „ein wenig zurückgehalten, ein wenig abseits der Frontlinien“ geblieben. Tatsächlich waren alliierte Soldaten über Jahre hinweg aktiv an Kampfeinsätzen beteiligt und erlitten dabei zahlreiche Verluste.

Prinz Harry empört über Trumps Aussagen zum Afghanistan-Einsatz

Diese Darstellung stieß bei ehemaligen Soldaten, deren Angehörigen sowie in politischen Kreisen auf deutlichen Widerspruch und großen Unmut. Darüber berichtet unter anderem der „Daily Express“.

In einem ungewöhnlichen Statement äußerte sich Prinz Harry: „Ich habe dort gedient. Ich habe dort lebenslange Freunde gefunden. Und ich habe dort Freunde verloren.“ Er hob hervor, dass das Vereinigte Königreich allein den Tod von 457 Einsatzkräften zu verzeichnen hat.

„Tausende von Leben wurden für immer verändert“, fuhr der Herzog von Sussex fort. Er erwähnte Eltern, die ihre Kinder zu Grabe tragen mussten, sowie Kinder, die fortan ohne Vater oder Mutter aufwuchsen. „Diese Opfer verdienen es, dass wahrheitsgemäß und mit Respekt über sie gesprochen wird“, beendete er seine Ausführungen. 

Prinz Harry diente zehn Jahre in der Armee und war zweimal in Afghanistan

Von 2004 bis 2015 leistete Prinz Harry für insgesamt ein Jahrzehnt Dienst bei den britischen Streitkräften, wo er zum Captain aufstieg. In dieser Zeit war er zweimal in Afghanistan stationiert, erst als Forward Air Controller, danach als Pilot eines Apache-Helikopters. Zusätzlich publizierte Harry als Antwort auf die Aussagen Trumps zwei Bilder. Diese wurden von John Stillwell gemacht und zeigen ihn im afghanischen Kriegsgebiet.

Trump äußerte die beanstandeten Kommentare in einem Fox-News-Interview in Davos. Der 79-Jährige warf in dem Gespräch zudem die Frage auf, ob die Allianz den Vereinigten Staaten beistehen würde, sollten diese je Hilfe brauchen. Zu Beginn der Woche hielt sich Harry, der jetzt in Kalifornien wohnt, für einen Gerichtsprozess gegen die Associated Newspapers Limited (ANL) in Großbritannien auf.