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„Gewaltig gewackelt“Sarah Connor spricht offen über Zerreißprobe für ihre Ehe

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Sarah Connor und Florian Fischer

Sarah Connor und Florian Fischer bei einem Event. (Archivbild)

Die Popsängerin hat sich in einem Interview über ihr Privatleben geäußert. Ihre Ehe habe „gewaltig gewackelt“.

In einem aktuellen Interview mit n-tv berichtet die Sängerin Sarah Connor über eine tiefgreifende Phase der Verunsicherung, die vor etwa fünf Jahren ihren Anfang nahm. Demnach habe die Künstlerin in dieser Zeit nahezu jeden Aspekt ihres bisherigen Lebens hinterfragt, angefangen bei ihrer Rolle als Frau bis hin zu ihrer persönlichen Freiheit. „Ich habe alles infrage gestellt“, erklärt die Musikerin rückblickend über diesen emotionalen Aufruhr.

Sarah Connor: Sehnsucht nach Autonomie

Connor schildert eine ausgeprägte Sehnsucht nach Autonomie, die sie dazu antrieb, sich jenseits ihres etablierten Images völlig neu zu entdecken. Diese Jahre des Umbruchs seien geprägt gewesen von dem intensiven Bedürfnis, aus bestehenden Strukturen auszubrechen und eine neue Form der Selbstbestimmung zu finden.

Die Arbeit an ihrem neuen Album „Freigeistin“ erstreckte sich über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren und diente der Musikerin als essenzielles Ventil. Das Album sei ein Ort, an dem sie ihre Sorgen, Ängste und jene „wilden Gedanken“ verarbeite, die sie während ihrer persönlichen Krise begleiteten.

„Das sind alles Dinge, die ich mir vorher nie erlaubt habe, laut zu sagen“, so die Sängerin über den Entstehungsprozess der neuen Lieder. Die Texte thematisieren unverblümt den Schmerz, aber auch die Aufbruchstimmung dieser Lebensphase. Damit gewährt das Werk tiefe Einblicke in die emotionale Welt der Künstlerin und markiert gleichzeitig den Abschluss eines langjährigen kreativen Prozesses.

Ehekrise mit Florian Fischer und Versöhnung

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Beziehung zu ihrem Ehemann und Manager Florian Fischer, die zeitweise vor einer Zerreißprobe stand. Connor gibt offen zu, dass die Ehe an einem bestimmten Punkt „gewaltig wackelte“ und sich beide Partner einander zeitweise fremd fühlten.

Um die gemeinsame Basis zu retten, habe sie sich bewusst Auszeiten genommen, sei allein mit dem Rucksack gereist oder unter Wasser abgetaucht. „Ich musste erst mal wieder zu mir finden, um zu wissen, wer ich eigentlich bin“, lässt sich ihre Erfahrung zusammenfassen.

Erst durch diese bewusste Distanz und die anschließende Rückkehr zueinander sei es gelungen, die Partnerschaft auf ein stabileres Fundament zu stellen und die Krise gemeinsam zu meistern.

Laut Connor seien Vertrauen und die Fähigkeit, ehrlich über eigene Sehnsüchte zu sprechen, die entscheidenden Faktoren für ihr Fortbestehen als Team gewesen. „Man muss sich immer wieder neu begegnen“, betont die Sängerin im Interview. Heute blickt sie gestärkt auf diese Zeit zurück und erklärt, dass die gemeinsame Entwicklung sie als Paar letztlich enger zusammengeschweißt habe, während sie gleichzeitig ihre eigene Freiheit bewahren konnte. (jag)