Abo

Schock am LagerfeuerVon diesem Move im „Verräter“-Finale ist sogar Sonja Zietlow überrascht

5 min
Voodoo im Finale von „Die Verräter“ (RTL) - davon wusste Spielleiterin Sonja Zietlow. Eine andere dramatische Wendung überraschte aber auch sie. (Bild: RTL)

Voodoo im Finale von „Die Verräter“ (RTL) - davon wusste Spielleiterin Sonja Zietlow. Eine andere dramatische Wendung überraschte aber auch sie. (Bild: RTL)

„Wir werden hier Geschichte schreiben“, sagte Sonja Zietlow bei „Die Verräter“ (RTL) unlängst. Und so kam es auch. Allerdings hatte mit dem finalen Schachzug am Lagerfeuer der Offenbarung niemand gerechnet - nicht einmal die Spielleiterin.

Ein letztes Mal Frühstück. Mit Knuddeln inklusive. Ann-Kathtrin Bendixen (rechts) hält Marijke Amado zwar für eine Verräterin, mag sie aber dennoch. „Du bist eine ganz tolle Frau.“  (Bild: RTL)

Ein letztes Mal Frühstück. Mit Knuddeln inklusive. Ann-Kathtrin Bendixen (rechts) hält Marijke Amado zwar für eine Verräterin, mag sie aber dennoch. „Du bist eine ganz tolle Frau.“ (Bild: RTL)

„Ich freu mich wahnsinnig!“ und „Ich bin menschlich enttäuscht!“ Es waren nur ein paar Sendeminuten, die reichten, um Ninas Meise bei „Die Verräter - Vertraue Niemandem!“ (RTL) in das maximale Wechselbad der Gefühle zu stürzen. Eben nämlich glaubte sie, das Spiel um Lug und Trug und letztlich 40.600 Euro gewonnen zu haben. Dann änderte sich alles.

Denn sie hatte gewonnen und doch verloren. Das Model hatte im Finale gemeinsam mit Ann-Kathrin Bendixen und Peyman Amin mit Marijke Amado und Ralph Morgenstern zwei Verräter an einem Tag enttarnt und eliminiert - allein das ein Novum in der Seriengeschichte. Und damit hatten, auch eine historische Premiere, endlich mal die Loyalen gewonnen. Aber es wurde ein bittersüßer Sieg, wie Sonja Zietlow meinte. Und ein desaströser, wie wohl Nina empfand.

Peyman Amin: „Marijke lügt, dass sich die Balken biegen“

In der letzten Mission gab es an morbiden Locations - unter anderem in der Pathologie - 4.500 Euro zu gewinnen und drei Amulette für die Waffenkammer. (Bild: RTL)

In der letzten Mission gab es an morbiden Locations - unter anderem in der Pathologie - 4.500 Euro zu gewinnen und drei Amulette für die Waffenkammer. (Bild: RTL)

In der Waffenkammer winkt ein Dolch für eine zweite Stimme am Runden Tisch. Für Marijke ist klar: „Den brauchen wir, sonst wird's eng.“ (Bild: RTL)

In der Waffenkammer winkt ein Dolch für eine zweite Stimme am Runden Tisch. Für Marijke ist klar: „Den brauchen wir, sonst wird's eng.“ (Bild: RTL)

Beim letzten Frühstück glänzte Urs Meier mit Abwesenheit. Unfreiwillig, denn er war in der Nacht zum letzten Mordopfer der Verräter Marijke und Ralph geworden. Peyman Amin dagegen hatte überlebt und im nächtlichen Treffen in der Gruft eben nicht den Verrätern, sondern „nur“ Sonja Zietlow gegenüber gestanden. Marijkes Verdacht - „Vielleicht hätten wir doch Peyman umbringen sollen“ - kam zu spät.

Denn damit war klar, dass der Schweizer ein Loyaler gewesen war - beim ebenfalls auf der Todesliste stehenden Ralph dagegen lösten sich die letzten Zweifel auf. Der wusste nämlich nicht, dass der überlebende Todeskandidat von Sonja Zietlow persönlich erlöst worden war - weil er als mörderischer Verräter ja selig schlummerte. Ralph: „Da war die Kacke am Dampfen. Aus der Nummer komm ich schlecht wieder raus.“

Auch Ralph Morgenstern (Bild) wird enttarnt. Bei der „letzten Offenbarung“ am Lagerfeuer schmeißen ihn Nina, Anka und Peyman Amin mit drei Stimmen raus. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Auch Ralph Morgenstern (Bild) wird enttarnt. Bei der „letzten Offenbarung“ am Lagerfeuer schmeißen ihn Nina, Anka und Peyman Amin mit drei Stimmen raus. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Marijke (Peyman: „Die lügt, dass sich die Balken biegen“) galt als überführt. Sogar für die ewig ans Gute glaubende AnKa. Aber auch Ralph fand sie lieb. Und Nina undurchschaubar. „Ich hab Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.“ Nina forderte: „Wir Loyalen müssen und einigen, nur als Team können wir gewinnen.“ Gleichzeitig aber hatt sie die Vision: „Wenn es nach mir ginge, würden wir AnKa als letzte Verräterin enttarnen.“ Gab es doch noch, wegen der Wankelmütigkeit der Loyalen, Hoffnung für die Verräter? Wäre nicht das erste Mal gewesen.

„Fuckaduck“: Marijke Amado flucht über Ralph Morgensterns Verrat

Schock für Nina (Bild). Sie wähnt sich schon als Gewinnerin, da wird sie von Peyman und AnKa doch noch verbannt.  (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Schock für Nina (Bild). Sie wähnt sich schon als Gewinnerin, da wird sie von Peyman und AnKa doch noch verbannt. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Diesmal aber nicht. Bei der letzten Verbannung am Runden Tisch nutzte nicht einmal der Dolch der doppelten Stimme etwas, den Ralph nach der abschließenden Mission in der Waffenkammer gefunden hatte. Marijke wurde von AnKa, Nina und Peyman nominiert, Nina von Marijke und mit Ralphs beiden Stimmen. Patt. Auch nach dem zweiten Wahlgang, bei dem die Nominierten nicht voten durften, stand's 2:2. Dann verlangte Sonja eine einstimmige Einigung. Andernfalls würde weiter gewählt - aber unter Ausschluss der bislang Nominierten.

Im Jackpot haben sich 40.600 Euro in Silber angesammelt. Und - erstmals in der Geschichte von „Die Verräter“ - können sich zwei Loyale den Schatz teilen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Im Jackpot haben sich 40.600 Euro in Silber angesammelt. Und - erstmals in der Geschichte von „Die Verräter“ - können sich zwei Loyale den Schatz teilen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Da hörte Ralph die Nachtigall trapsen. Würde er weiter für Marijke kämpfen, würde es ihn erwischen. Also fiel er um. „Was sollte ich denn tun?“, jammerte er im Interview und stimmte für Marijkes Exodus.

Ann-Kathrin kann ihr Glück selbst kaum fassen. „Ich komm grad nicht auf mein Leben klar“, stöhnte sie überrascht. Denn lange war mit einem Sieg der Loyalen wirklich nicht zu rechnen. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Ann-Kathrin kann ihr Glück selbst kaum fassen. „Ich komm grad nicht auf mein Leben klar“, stöhnte sie überrascht. Denn lange war mit einem Sieg der Loyalen wirklich nicht zu rechnen. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Marijke verabschiedete sich lächelnd und mit einer letzten großen Show. „Ich bin eine Loyale ...“, sagte sie und bescherte Peyman Schnappatmung, fuhr dann aber fort: „... im Leben. Aber hier wurde mir die Rolle zugeteilt, dass ich leider Verräterin spielen muss.“ Die Loyalen jubelten und verabschiedeten Marijke mit „Bravo“-Rufen. Gab's auch eher selten. Marijke zum Abschied: „Es war ein herrliches Spiel, ich habe es genossen. Ich geh jetzt lecker nach Hause.“

Peyman Amin: eiskalte Abrechnung am Lagerfeuer?

„Die Loyalen haben gewonnen, Leute! Oh, wie ist das schön.“ Auch Peyman kam erst gegen Ende des Spiels aus der Deckung der Ahnungslosigkeit, war dann aber sehr konsequent. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

„Die Loyalen haben gewonnen, Leute! Oh, wie ist das schön.“ Auch Peyman kam erst gegen Ende des Spiels aus der Deckung der Ahnungslosigkeit, war dann aber sehr konsequent. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Hoffentlich ist sie nicht überstürzt abgereist, denn Mit-Verschwörer Ralph folgte ihr auf dem Fuße. Bei der „letzten Offenbarung“ am Lagerfeuer stimmte nur er für das sofortige Spielende, alle anderen wollten erneut verbannen. Und sie taten es - einstimmig und gegen Ralph. Seine letzten Worte: „Vielen Dank für die schrecklich schöne Zeit. Was für ein Ritt. Ich bin stolz. Ich war bis zuletzt dabei.“

Und dann standen sie da zu dritt am Feuer, die Loyalen, und Nina konnte es kaum fassen. „Es ist unglaublich, dass ich ausgerechnet mit diesen beiden feiern darf, dass zum ersten Mal die Loyalen gewonnen haben. Denn grade mit AnKa und auch Peyman war ich mir nicht immer so eins.“

Und genau daran erinnerten sich die auch. AnKa: „Ich will ihr vertrauen, aber ich hatte Probleme mit ihr, keinen Draht gefunden.“ Peyman: „Nina hat eigene Waffen eingesetzt, die vielleicht nicht immer die richtigen waren. Sie hat viel mit Worten gekämpft, die teilweise schmerzhaft waren für andere Beteiligten - da schließe ich mich mit ein.“ Aha - eiskalte Abrechnung am heißen Feuer?

Ann-Kathrin Bendixen und Peyman Amin gewinnen je 20.300 Euro

Jedenfalls brachten AnKa und Peyman das Feuer rot zum Leuchten, stimmten damit für eine neuerliche Verbannung und überraschten damit sogar Sonja Zietlow. Mehr aber noch Nina. Der froren trotz der Hitze des Feuers alle Gesichtszüge ein. Sie wusste sofort, was es geschlagen hatte, die Tränen kamen umgehend. Und die Entscheidung auch. Aus für Nina.

„Natürlich bin ich enttäuscht. Ich bin menschlich enttäuscht“, sagte sie. Sie sagte auch „Karma regelt“ - und vielleicht war genau das geschehen. In jedem Fall freuten sich AnKa und Peyman (“Die Loyalen haben gewonnen, Leute! Oh, wie ist das schön!“) über je 20.300 Euro. Der Deal, den sie am Finaltag im Billardraum geschlossen hatten, hatte sich gelohnt. (tsch)