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Schweinsteiger rechnet nach DFB-Pleite mit Klopp-Team ab„Wir sind keine Top-Mannschaft mehr“

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Nach der Niederlage gegen Griechenland sparte Bastian Schweinsteiger nicht mit Kritik an der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. (Bild: Getty Images / Alexander Hassenstein)

Nach der Niederlage gegen Griechenland sparte Bastian Schweinsteiger nicht mit Kritik an der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. (Bild: Getty Images / Alexander Hassenstein)

DFB-Kater statt Klopp-Euphorie: Nach der Niederlage gegen Griechenland ist die Stimmung bei der Nationalmannschaft getrübt - mal wieder. Der ARD-Experte ging mit dem Team hart ins Gericht, nicht aber mit Nationaltrainer Jürgen Klopp.

Die Euphorie um den neuen DFB-Trainer Jürgen Klopp hat einen Dämpfer bekommen. Nach einem Unentschieden und einer Niederlage in der ersten zwei Spielen der Nations League steckt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft weiter in der Krise. Vom erhofften spielerischen Aufschwung ist noch wenig zu sehen.

Entsprechend deutlich wurde Bastian Schweinsteiger nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland am Sonntagabend. Am ARD-Mikrofon sagte der Weltmeister von 2014: „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen.“

Verantwortlich machte Schweinsteiger im Gespräch mit Esther Sedlaczek den Mangel an Spielern von internationalem Top-Format. „Wenn man sich heute mal Griechenland anschaut, wenn man Karetsas hernimmt oder Tzolis hernimmt oder Pavlidis vorne drin, das waren Unterschiedsspieler für mich“, weitete der ARD-Experte seinen Blick auf die siegreichen Griechen. „Die haben wir halt nicht.“

Bastian Schweinsteiger nimmt Jürgen Klopp in Schutz: „Er ist jetzt nicht der Zauberer“

Einzig einem deutschen Nationalspieler attestierte der ARD-Experte Top-Format: Kapitän Joshua Kimmich. „Der Einzige, der da kreative Pässe spielen kann, ist Kimmich. Wenn er nicht da ist, wird es schwierig“, urteilte Schweinsteiger.

Nationaltrainer Jürgen Klopp nahm der Ex-Bayern-Profi von seiner Generalabrechnung ausdrücklich aus. Dessen Berufung eines 44-Mann-Kaders hatte vielfach für Verwunderung gesorgt. Nicht aber bei Schweinsteiger: Klopp müsse sich „alle mal anschauen, die infrage kommen können, um eine Mannschaft zu entwickeln, die dann den Jürgen-Klopp-Fußball spielen wird“. Bei den Länderspielen im November hofft Schweinsteiger, diesen Stil erkennen zu können.

Aktuell sei Klopp mit seinem Trainerteam noch in der „Findungsphase“, gestand Schweinsteiger dem neuen Trainer zu. „Er ist jetzt nicht der Zauberer. Du kannst von der Mannschaft nicht erwarten, dass sie hier mit 4:0 und dominierend gegen Griechenland vom Platz geht.“ Immerhin: Schon am Donnerstag (1. Oktober) bietet sich die Chance auf Wiedergutmachung, wenn das DFB-Team mit einem größtenteils ausgetauschten Kader auf Serbien trifft. Zum Abschluss der zweiwöchigen Nations-League-Phase wartet am Sonntag (4. Oktober) erneut Griechenland. (tsch)