Was geschah mit der fünfjährigen Inga Gehricke? Seit ihrem Verschwinden im Jahr 2015 gibt es keine Spur von dem vermissten Mädchen. Jetzt setzt „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ erneut auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Sie verschwand mit fünf Jahren„Aktenzeichen XY...ungelöst“ greift Fall der vermissten Inga Gehricke auf

Moderator Rudi Cerne führt auch in der kommenden Ausgabe durch die Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. (Bild: ZDF/Nadine Rupp)
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Mehr als elf Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden der kleinen Inga Gehricke rollt „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ den Fall erneut auf. In der Ausgabe am Mittwoch, 29. Juli (20.15 Uhr im ZDF), setzen Ermittler und Angehörige einmal mehr auf Hinweise aus der Bevölkerung, die das Schicksal des Mädchens endlich aufklären könnten.
Inga war fünf Jahre alt, als sie am 2. Mai 2015 während eines Familienausflugs auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal verschwand. Die Familie hatte sich auf dem Gelände einer diakonischen Einrichtung für Menschen mit Behinderung und Suchterkrankungen mit zwei befreundeten Familien getroffen. Während die Erwachsenen den gemeinsamen Grillabend vorbereiteten, spielten die Kinder auf dem weitläufigen Gelände.
Laut dem ARD-Crime-Time-Podcast „Wo ist Inga?“ wurde Inga zuletzt beim Spielen an einem Blechpferd gesehen. Mehrere Kinder berichteten später ihrer Mutter Victoria Gehricke, Inga habe an diesem Tag ungewöhnlich ruhig und zurückhaltend gewirkt. Gegen 18.40 Uhr verliert sich ihre Spur.
Mutter Victoria Gehricke glaubt nicht an einen „Zufallstäter“

Am 2. Mai 2015 verschwand die damals fünfjährige Inga Gehricke bei einem Besuch auf dem Gelände des „Diakoniewerk Wilhelmshof e. V.“ bei Stendal. (Bild: Bundeskriminalamt)
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Als die Familie das Verschwinden bemerkte, alarmierte sie sofort die Polizei. Es folgte eine groß angelegte Suchaktion, bei der rund 3.500 Hektar durchsucht wurden - ohne Erfolg. Bis heute gibt es keine Spur von Inga. Die Ermittler schließen weder einen Unfall noch eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen aus.
Im Laufe der Ermittlungen geriet zeitweise auch Christian B., der Tatverdächtige im Fall der 2007 verschwundenen Maddie McCann, in den Fokus. Er soll sich zum Zeitpunkt von Ingas Verschwinden in Sachsen-Anhalt aufgehalten haben und besitzt ein Grundstück rund 90 Kilometer vom Wilhelmshof entfernt. Ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen ließ sich jedoch nicht nachweisen.
Die Hoffnung hat Ingas Mutter bis heute nicht aufgegeben. Im vergangenen Jahr sagte Victoria Gehricke im SAT.1-“Frühstücksfernsehen“, sie glaube weiterhin daran, dass ihre Tochter noch lebe. Zugleich erinnerte sie sich an ein ungutes Gefühl am Tag des Verschwindens: „Das war ein sehr intensiver, schöner Tag, wo es an sich gar keinen Anlass gab, ein ungutes Gefühl zu bekommen und trotzdem war das so.“ Während der Vorbereitungen für den Grillabend habe es sich angefühlt, „als wenn ein Gummiband gespannt wird, bis es gar nicht mehr geht und dann zerreißt“.
Auch wenn sie die damaligen Suchmaßnahmen der Polizei ausdrücklich würdigt, vermutet Victoria Gehricke, dass sich in den Ermittlungsakten möglicherweise noch ein entscheidender Hinweis verbergen könnte. An einen Zufallstäter glaubt sie nicht - gleichzeitig betont sie: „Das ist das Schwierige, dass eigentlich nichts auszuschließen ist.“ (tsch)