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Blick in seine ZelleSo geht es Mette-Marit Sohn Marius im Gefängnis

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Marius Borg Høiby zwischen seinen Eltern Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit.

Ein Glas Champagner dürfte Marius Borg Høiby, hier zwischen seinen Eltern Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit, im Gefängnis nicht serviert bekommen. (Archivbild)

Marius Borg Høiby wartet in der Justizanstalt Oslo-Grønland auf sein Urteil – und die Haftbedingungen dort dürften viele überraschen.

Das Hauptverfahren gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) und Stiefsohn von Kronprinz Haakon (52), ist abgeschlossen, doch die Urteilsverkündung könnte noch Wochen oder Monate dauern. Ein Antrag auf Enthaftung wurde abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft – eine etwaige Untersuchungshaft würde dabei angerechnet.

Wie lebt es sich im „Oslo Fengsel“?

Das norwegische Gefängnissystem setzt laut „oe24.at“ auf das sogenannte „Normalitätsprinzip“: Der Alltag hinter Gittern soll dem freien Leben so ähnlich wie möglich sein. Fotos der Anstalt zeigen Zellen, die eher an ein schlichtes Studentenheim erinnern – mit Holzmöbeln, die Insassen teils selbst in der hauseigenen Tischlerei fertigen. Unter dem Label „Prisonmade Oslo" werden diese sogar verkauft – zu Preisen zwischen 22 und 308 Euro.

Was ist erlaubt?

Insassen dürfen unter anderem Kleidung, Bücher, ungerahmte Fotos, eine Akustikgitarre sowie einen Discman mit bis zu 20 Original-CDs in ihre Zelle mitnehmen. Zur Grundausstattung gehören Bettzeug, Handtücher, Unterwäsche und Hygieneartikel. Bibliothek und Fitnessraum stehen ebenfalls zur Verfügung.

So ähnlich sieht es in vielen Gefängniszellen Norwegens aus.

So ähnlich sieht es in vielen Gefängniszellen Norwegens aus. Auch im „Oslo fengsel“ dürfte es Marius Borg Høiby vergleichsweise komfortabel haben. (Symbolbild)

Ähnlich wie Norwegen setzt Deutschland im Strafvollzug ebenfalls auf Resozialisierung, jedoch unter deutlich strengeren Bedingungen. Der Alltag hinter Gittern ist stärker reglementiert und weniger am freien Leben orientiert.

Hafträume sind funktional eingerichtet und bieten deutlich weniger Komfort. Persönliche Gegenstände sind erlaubt, aber klar begrenzt und kontrolliert. Auch Angebote wie Arbeit, Sport und Bildung gehören dazu, stehen jedoch stärker unter Aufsicht und festen Regeln.

Besuch ist möglich – aber aufwendig

Eingang von Oslo fengsel.

Oslo fengsel: In dieser Justizanstalt wartet Marius Borg Høiby auf sein Urteil. (Archivbild)

Auch wenn Marius Borg Høiby in einem vergleichsweise offenen norwegischen Gefängnissystem sitzt, müssen Besucher eine Sicherheitsüberprüfung sowie die Vorlage einer Strafregisterbescheinigung durchlaufen – ein Prozess, der bis zu drei Wochen dauern kann.

Neben der engsten Familie, dazu gehören auch seine royalen Halbgeschwister Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, dürfen maximal drei weitere Vertrauenspersonen registriert werden; zwei Besuche pro Woche sind erlaubt. Speisen und Getränke dürfen nicht mitgebracht werden, vor Ort kann jedoch etwa Schokolade gekauft werden.