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Neues „Harry Potter“-HörspielSo steht Daniel Brühl zur Kontroverse um J. K. Rowling

In der neuen Hörbuchreihe um den Zauberschüler Harry Potter übernimmt Daniel Brühl die Stimme des Bösewichts Lord Voldemort.

Daniel Brühl übernimmt in der neuen Harry-Potter-Hörspiel-Reihe die Rolle des Lord Voldemort. (Bild: 2026 Getty Images/Aurore Marechal)

Daniel Brühl übernimmt in der neuen Harry-Potter-Hörspiel-Reihe die Rolle des Lord Voldemort. (Bild: 2026 Getty Images/Aurore Marechal)

Schauspieler Daniel Brühl ist Teil der neuen „Harry Potter“-Hörbuchreihe, die ab dem 10. November auf Audible erscheint. Brühl leiht dort dem Bösewicht Lord Voldemort seine Stimme. Die beliebte Bücherreihe rund um den Zauberlehrling Harry Potter bezeichnet der 48-Jährige als „Großwerk in der Kinder- und Jugendliteratur“ - trotz der vielen Kontroversen um Autorin J. K. Rowling.

Die Schöpferin der Fantasy-Saga steht seit Jahren wegen ihrer Äußerungen über trans Menschen in der Kritik. Brühl vertrete in dieser Frage eine andere Meinung als die Autorin. Für ihn sei dies dennoch kein Grund, die literarische Bedeutung der Geschichten infrage zu stellen. „Auch wenn ich bei dem Thema ganz anderer Meinung bin als J.K. Rowling, habe ich für mich entschieden, dass die Kraft, die in ihren Romanen steckt, wichtiger ist“, betont er im Interview mit dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

Mit der Fantasy-Saga verbinde Brühl auch persönliche Erinnerungen. Zum Fan sei er selbst allerdings erst durch die Filme geworden. Als der Hype um die Bücher losging, sei er bereits zu alt gewesen, um selbst damit anzufangen, gesteht er in dem Gespräch. Erst als er eigene Kinder hatte, habe er sich intensiver mit den Romanen und Hörbüchern beschäftigt. Er erklärt: „Was bei 'Harry Potter' vermittelt wird, finde ich gut und wichtig auf vielen Ebenen: Da geht es um Freundschaft, Toleranz, sich den eigenen Ängsten stellen.“

„Es kitzelt mich immer, den ultimativen Bösewicht zu spielen“

Dass Brühl nun selbst Teil der Zauberwelt wird und dabei die Rolle von Harrys Gegenspieler übernehmen kann, reize ihn besonders: „Es kitzelt mich immer, den ultimativen Bösewicht zu spielen“, verriet der Schauspieler. Er möge es, „wenn ich weiß, woher das Böse kommt“. Bei Voldemort habe ihn die Kombination aus „Hybris, aber auch Angst, Komplexen und einer furchtbaren Kindheit“ fasziniert. Zudem freue sich der „Inglourious Basterds“-Star, mit dem Hörspiel ein Projekt zu übernehmen, „was meine Kinder sich anhören können und sich hoffentlich ein bisschen gruseln, und es nicht wieder ein Erwachsenenstoff ist, wo man Jahre warten muss, bis sie es sehen dürfen“.

Seine Voldemort-Stimme habe er sogar zuvor an seinen Kindern getestet: „Ich fand es immer gut, wenn sie sich in die Ecke verkrochen haben und hysterisch giggelten oder weggerannt sind. Dann dachte ich: Das geht in die richtige Richtung“, berichtet er lachend.

Bei dem ersten Hörbuch der neuen Reihe „Harry Potter: Die Hörbücher mit voller Besetzung“ handelt es sich um „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Es erscheint am 10. November bei Audible. Die weiteren Bände sollen monatlich folgen. (tsch)