Abo

Steffen Henssler geht nach harter Kritik auf Joachim Llambi los„Du hast doch keine Ahnung!“

3 min
Joachim Llambi ist selbsternannter Genießer. Als Juror von „Grill den Henssler“ eckt er immer mal wieder an - vor allem beim Gastgeber Steffen Henssler. So auch im vierten „Grill den Henssler Sommer-Special“. (Bild: RTL)

Joachim Llambi ist selbsternannter Genießer. Als Juror von „Grill den Henssler“ eckt er immer mal wieder an - vor allem beim Gastgeber Steffen Henssler. So auch im vierten „Grill den Henssler Sommer-Special“. (Bild: RTL)

Auf dem Tanz-Parkett bewegt sich Joachim Llambi federleicht und mit großer Expertise. Als Juror bei „Grill den Henssler“ lässt er sich's schmecken und kommentiert pointiert. Damit eckt er vor allem beim Gastgeber immer mal wieder an. Diesmal war ordentlich Dampf im Kessel.

Furchtlos: Zum dritten tritt Comedian Mario Barth im Alleingang gegen Steffen Henssler an. Juror Alexander Herrmann zeigt Respekt: „Was muss der Mario Barth für Eier haben!“  (Bild: RTL)

Furchtlos: Zum dritten tritt Comedian Mario Barth im Alleingang gegen Steffen Henssler an. Juror Alexander Herrmann zeigt Respekt: „Was muss der Mario Barth für Eier haben!“ (Bild: RTL)

Ali Güngörmüş will Mario Barth als Mentor-Koch zum Sieg führen. Er war der letzte Koch-Coach, der Henssler - vor anderthalb Jahren - mit seinem Promi-Team bei „Grill den Henssler“ bezwang. (Bild: RTL)

Ali Güngörmüş will Mario Barth als Mentor-Koch zum Sieg führen. Er war der letzte Koch-Coach, der Henssler - vor anderthalb Jahren - mit seinem Promi-Team bei „Grill den Henssler“ bezwang. (Bild: RTL)

Wo ist sie hin, die gute alte Zeit? Das fragte sich beim vierten „Grill den Henssler Sommer-Special“ (VOX) auch Mario Barth. Der Comedian trat im Alleingang gegen Gastgeber Steffen Henssler an. Als wäre diese Mammutaufgabe nicht groß genug, unkte Barth auch gegen die neue Jury.

Gleich beim Impro-Gang gibt's Klärungsbedarf. Juror Joachim Llambi (Mitte) bezeichnet Mario Barths Gericht als „Chaosteller“ und gibt nur einen Punkt. (Bild: RTL)

Gleich beim Impro-Gang gibt's Klärungsbedarf. Juror Joachim Llambi (Mitte) bezeichnet Mario Barths Gericht als „Chaosteller“ und gibt nur einen Punkt. (Bild: RTL)

Denn die hat sich seit seinem letzten Auftritt vor zwei Jahren verändert: „Früher gab's den Calli, den kölsche Jong, jetzt haben sie ja Profis am Start, ein Zwei-Sternekoch und so einer, der so 'Däng deräng däng däng deräng'.“ So beschrieb er, unterstützt von Hüftschwüngen, lautmalerisch einen Tänzer - und somit „Let's Dance“-Oberjuror Joachim Llambi. Und mit dem hat auch Gastgeber Steffen Henssler ab und an so seine Probleme. Und diesmal ganz besonders.

Am Einsatz liegt's nicht. „Ich bin heiß wie Frittenfett.“ Und entsprechend lässt Mario Barth auch die Flammen am Grill lodern. (Bild: RTL)

Am Einsatz liegt's nicht. „Ich bin heiß wie Frittenfett.“ Und entsprechend lässt Mario Barth auch die Flammen am Grill lodern. (Bild: RTL)

Hensslers Hals schwoll langsam. Denn am Anfang lief's ordentlich. Er gewann den Impro-Gang (“Grilled Cheese Sandwich“) deutlich, aber mit 11:5 auf überschaubarem Niveau. Henssler siegte weniger wegen eigener Brillanz, sondern wegen Barths „Chaosteller“, wie Llambi meinte. Aber er gab auch Henssler einen mit: „Das ist kein kulinarisches Highlight. Ich will nicht zu lange reden für ein Gericht, das es nicht wert ist.“

Aber an der Umsetzung hapert's. Barth verliert sowohl den Impro-Gang als auch die Vorspeise deutlich. Nach zwei Gängen steht's schon 17:33 gegen Barth. (Bild: RTL)

Aber an der Umsetzung hapert's. Barth verliert sowohl den Impro-Gang als auch die Vorspeise deutlich. Nach zwei Gängen steht's schon 17:33 gegen Barth. (Bild: RTL)

Die Vorspeise (Aufgabe: „Schweinebauch“) lief runder. Llambi steuerte sechs Punkte zu Hensslers klarem 19:12 bei, attestierte Henssler einen „frischen Sommerteller“ und Barths eher die Eignung für „den Totensonntag im November“. Als es zur Hauptspeise ging, führte Henssler komfortabel 33:20. Und trotzdem ging ihm die Contenance verloren.

Joachim Llambi kanzelt Steffen Henssler ab: „Die Soße ist furchtbar“

Erstes Erfolgserlebnis: In der zweiten Küchen-Competition holt Mario Barth beim Pizzakartonprügeln den ersten Sieg und drei Extrapunkte. (Bild: RTL)

Erstes Erfolgserlebnis: In der zweiten Küchen-Competition holt Mario Barth beim Pizzakartonprügeln den ersten Sieg und drei Extrapunkte. (Bild: RTL)

„Kämpfen, Mario!“, fordert das Publikum - und er tut's. In der Hauptspeise trotzt er Steffen Henssler ein 16:16 ab. (Bild: RTL)

„Kämpfen, Mario!“, fordert das Publikum - und er tut's. In der Hauptspeise trotzt er Steffen Henssler ein 16:16 ab. (Bild: RTL)

Schon über die Aufgabe - fünf verschiedene Grillspieße - echauffierte er sich wortreich. „Da muss ich ja 15 Spieße machen! Ich hab so ne Hasskappe auf!“ Da riss es nicht mal raus, dass er mit Comedienne Ilka Bessin eine Küchengehilfin vom Fach (sie ist gelernte Köchin) zur Seite bekam. Moderatorin Angela Finger-Erben verstärkte währenddessen Barth. Aber Hensslers Gemotze ging sogar Bessin auf die Nerven. „Kann ich noch rüber zu Mario?“, fragte sie und blaffte dann Henssler an: „Entspann dich. Du musst viel mehr durchs Rückgrat atmen.“

Steffen Henssler wird von Joachim Llambi kritisiert (“Die Soße ist furchtbar“) und faucht zurück: „Du hast doch keine Ahnung.“ (Bild: RTL)

Steffen Henssler wird von Joachim Llambi kritisiert (“Die Soße ist furchtbar“) und faucht zurück: „Du hast doch keine Ahnung.“ (Bild: RTL)

Alexander Herrmann sah Henssler vorn (6:4), Jana Ina Zarrella wertete 6:6. Aber Llambi kritisierte, dass bei Henssler „alle Spieße in derselben Soße rumschwimmen“. Da wurde es hinter der Trennwand erstmals laut: „Laber nicht so ne Sch...!“, blökte Henssler. Als dank Llambis 6:4 für Barth ein 16:16 am Ende des Gangs stand, hätte es schiedlich-friedlich enden können, aber Llambi motzte weiter. Aber die Soße ist doch furchtbar. Das ist doch Cocktailsoße.“ Da keifte Henssler zurück: „Du hast doch keine Ahnung!“

Mario Barth verblüfft Alexander Herrmann: „Hab' ich dir nicht zugetraut“

Beim Dessert wird Alexander Herrmann von seinem Bauchgefühl betrogen. Denn er ahnte Barths Pleite - aber der gewinnt. „Das hab ich ihm nicht zugetraut.“ (Bild: RTL)

Beim Dessert wird Alexander Herrmann von seinem Bauchgefühl betrogen. Denn er ahnte Barths Pleite - aber der gewinnt. „Das hab ich ihm nicht zugetraut.“ (Bild: RTL)

Das Beste kommt zum Schluss: Mario Barth gewinnt mit dem abschließenden Dessert seinen einzigen Koch-Gang. Insgesamt aber siegt Henssler deutlich 67:55. (Bild: RTL)

Das Beste kommt zum Schluss: Mario Barth gewinnt mit dem abschließenden Dessert seinen einzigen Koch-Gang. Insgesamt aber siegt Henssler deutlich 67:55. (Bild: RTL)

Im Dessert-Gang (“Beerencrumble mit Zabaglione“) nahm Henssler einen anderen aufs Korn - Koch-Coach Ali Güngörmüş. Als der kurz über die Zabaglione nachdachte, meinte Henssler zu Moderatorin Laura Wontorra: „Naja, der Ali ist nur so ein kleiner Show-Koch, glaub ich. Bei dem ist die Luft ein bisschen raus, schon seit zwei Jahren.“

Weil Hochmut vor dem Fall kommt und Karma regelt, verlor Henssler die Nachspeise - trotz eines 7:7 von Llambi - mit 15:19. Das Publikum und die Jury feierten Barth. „Schwach angefangen, stark aufgehört.“ Selbst Alexander Herrmann lobte den Herausforderer: „Was muss der Mario Barth für Eier haben? Lieber Mario, großen Respekt vor dem, was du hier leistest. Das ist der Knaller. Das hab' ich dir nicht zugetraut.“

So endete der vierte Sommer-Special-Abend versöhnlich. Barth holte wenigstens einen Kochgang und ein weiteres Remis. Und Gastgeber Henssler durfte auch noch jubeln. Den letztlich war sein Gesamtsieg mit 67:55 doch ungefährdet. Nächste Woche treten in der vorletzten Show beim „Mallorca-Special“ die Partyschlagerstars Frenzy, Isi Glück und Julian Sommer unter der Betreuung von Koch-Coach Mario Kotaska an. (tsch)