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„Tatort“-Kommissarin wird 60So sah Maria Furtwängler in ihrer ersten Rolle aus

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Maria Furtwängler feiert am 13. September ihren 60. Geburtstag. (Bild: 2026 Getty Images/Andreas Rentz)

Maria Furtwängler feiert am 13. September ihren 60. Geburtstag. (Bild: 2026 Getty Images/Andreas Rentz)

Am 13. September feiert sie ihren 60. Geburtstag: Als Kommissarin Charlotte Lindholm ist Maria Furtwängler inzwischen einer der am längsten ermittelnden „Tatort“-Stars. Ihre Serienvergangenheit hingegen ist fast in Vergessenheit geraten.

So fing alles an: In der ARD-Serie „Die glückliche Familie“ spielte Maria Furtwängler (Mitte) an der Seite von Maria Schell (zweite von links) und Siegfried Rauch. (Bild: IMAGO / United Archives)

So fing alles an: In der ARD-Serie „Die glückliche Familie“ spielte Maria Furtwängler (Mitte) an der Seite von Maria Schell (zweite von links) und Siegfried Rauch. (Bild: IMAGO / United Archives)

Nach einer langen Sommerpause ist es so weit: Mit „König in Gelb“ (Sonntag, 13. September, 20.15 Uhr, ARD) startet die neue „Tatort“-Saison - und ausgerechnet an diesem Tag feiert Maria Furtwängler ihren 60. Geburtstag. Es ist bereits der 33. Fall mit Charlotte Lindholm, der Rolle, die Furtwänglers Karriere seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt. An ihre eigentlichen Anfänge erinnert sich die Schauspielerin dagegen eher ungern.

Ihre erste Rolle hatte sie an der Seite von Siegfried Rauch und Maria Schell in der ARD-Serie „Die glückliche Familie“ (1987-1991) - und viel abgewinnen kann sie dieser Zeit im Rückblick nicht: „Hab ich da gespielt? Da hat sich doch kein Muskel in meinem Gesicht bewegt. Ziemlich grauenvoll“, sagte Furtwängler 2007 im „Spiegel“-Interview über ihre schauspielerischen Anfänge.

2002 feierte Maria Furtwängler ihre erfolgreiche „Tatort“-Premiere: Den Fall „Lastrumer Mischung“ sahen über zehn Millionen Zuschauer. (Bild: NDR /Wolfgang Meiner)

2002 feierte Maria Furtwängler ihre erfolgreiche „Tatort“-Premiere: Den Fall „Lastrumer Mischung“ sahen über zehn Millionen Zuschauer. (Bild: NDR /Wolfgang Meiner)

Dass Furtwängler heute als eine der verlässlichsten Gesichter des deutschen Fernsehens gilt, war ohnehin keineswegs abzusehen. Bevor sie 2002 erstmals als Kommissarin Charlotte Lindholm ermittelte, war sie vor allem durch Rosamunde-Pilcher-Filme bekannt - und die Entscheidung, ihr die begehrte „Tatort“-Rolle zu geben, sorgte bei der ARD nicht nur für Zustimmung.

„Nehmen wir doch lieber die oder den. Die Furtwängler hat doch vorher Rosamunde-Pilcher-Filme gemacht“, habe es geheißen, erinnerte sie sich später. Erst der Erfolg des ersten Falls „Lastrumer Mischung“, den knapp über zehn Millionen Zuschauer verfolgten, änderte die Wahrnehmung schlagartig. „Was für'n Schwein, dass mich jemand gefragt hat, ob ich die Rolle will“, sagte Furtwängler rückblickend im „Spiegel“ über diesen entscheidenden Karrieremoment.

Demenz ihres Vaters war „eine prägende Erfahrung“

Es ist Maria Furtwänglers 33. „Tatort“: Mit „König in Gelb“ (Sonntag, 13. September, 20.15 Uhr, ARD) geht die ARD-Krimireihe in eine neue Saison. (Bild:  NDR/Frizzi Kurkhaus)

Es ist Maria Furtwänglers 33. „Tatort“: Mit „König in Gelb“ (Sonntag, 13. September, 20.15 Uhr, ARD) geht die ARD-Krimireihe in eine neue Saison. (Bild: NDR/Frizzi Kurkhaus)

Heute bestimmt Furtwängler selbst über ihre Rollen - und den Umfang: Seit geraumer Zeit gönnt sie ihren Fans nur noch einen Lindholm-Einsatz pro Jahr. Umso mehr Gewicht bekommt „König in Gelb“, ein Krimi aus der Feder von Alexander Adolph, der neben der Kriminalhandlung auch das Thema Demenz behandelt - eine Erkrankung, die laut Furtwängler rund zwei Millionen Menschen in Deutschland betrifft.

1991 heiratete Maria Furtwängler den Verleger Hubert Burda, 2022 wurde bekannt, dass sich das Paar getrennt hat.  (Bild: Clemens Bilan/Getty Images for BABOR)

1991 heiratete Maria Furtwängler den Verleger Hubert Burda, 2022 wurde bekannt, dass sich das Paar getrennt hat. (Bild: Clemens Bilan/Getty Images for BABOR)

Für die promovierte Medizinerin ist das Thema auch persönlich: „Auch mein Vater war an Demenz erkrankt - gegen Ende seines Lebens. Das war eine prägende Erfahrung für mich“, sagte sie im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Im Film gebe es sogar eine Parallele zu ihrem eigenen Leben - Furtwänglers echte Mutter spielt die Filmmutter und lässt im Drehbuch den Satz fallen: „Bitte erschieß mich, wenn ich das kriege.“ Trotz solcher Ängste, die Furtwängler für weit verbreitet hält, sieht sie im Umgang mit Demenz auch Menschliches: „Auch da ist noch ein Wollen und ein Sehnen im Leben“, sagte sie.

„Empfinde eine wachsende Dankbarkeit gegenüber meinem Körper“

Mit ihrem eigenen Älterwerden beschäftigt sich die Schauspielerin anlässlich ihres runden Geburtstags natürlich auch: „Ich schaue mit einem gewissen Staunen und einer Neugier auf diese Zahl“, sagte sie im „Bunte“-Interview: „Meine frühere Vorstellung, was 60 bedeutet, passt ganz und gar nicht zu meinem heutigen Lebensgefühl, denn ich empfinde eine wachsende Dankbarkeit gegenüber meinem Körper.“

Ans Aufhören denkt Furtwängler deswegen auch längst nicht. „Charlotte und ich verstehen uns weiterhin sehr gut“, sagte sie im teleschau-Interview über ihre „Tatort“-Rolle. Ein konkretes Enddatum für die Kommissarin gebe es nicht - dafür einen persönlichen Wunsch für die Figur: „Ich denke mir manchmal, wenn ich ihr so zuschaue, dass sie doch ein recht einsamer Mensch ist. Daher wünsche ich ihr noch mal eine neue Liebe.“ Eine, die sich „einfach gut anfühlen“ dürfe - ganz ohne neue Komplikationen. (tsch)