Als das Finale von „The Masked Singer“ (ProSieben) so richtig furios war und der Sieger Fernando El Toro kurz vor der Enttarnung stand, geschah das Missgeschick: Moderator Matthias Opdenhövel (56) wollte den Siegerpokal ein wenig zur Seite stellen und riss die am Cup oben zwischen den beiden Schenkeln befestigte stilisierte goldene Maske ab.
Er demaskierte sozusagen den Siegerpokal und erst dann den Sieger. Es passte ins Bild der 13. Show-Auflage.
„Was für eine Staffel“, meinte Opdenhövel schon zu Beginn des Finales. „Mehr Masken, mehr Stars, mehr Demaskierungen als je zuvor.“ Leider zeitigten die neuen Folgen auch einen anderen Superlativ, einen negativen: weniger Zuschauer als je zuvor.
Ruth Moschner kehrt ans Ratepult zurück - und erkennt keinen Star
Das ist bitter und geradezu paradox, denn die Staffel bot absolute Topleistungen der Promis, die überdies selten durchgängig so hochkarätig und „mehrheitstauglich“ prominent waren.

Beim Erinnerungsfoto mit Sieger Vincent Grooss war die Trophäe wieder zusammengeklöppelt. Vorher hatte sie Moderator Matthias Opdenhövel leicht lädiert. (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Das wurde im Finale der besten fünf Masken unter den insgesamt 16 Startern noch mal deutlich. Am Ende gewann Schlagerstar Vincent Gross (30) als Fernando El Toro vor Schlagerstar und „Let's Dance“-Gewinnerin Anna-Carina Woitschack (33) als Wild Thing und Ex-Dschungelkönig Joey Heindle (33) als P.S. Nach der ersten Finalrunde waren Yeti Cat als Entertainment-Multitalent Gisa Flake (41) und Prof. Dr. Dr. Schweinstein als Schauspielerin Jasmin Schwiers (44) enttarnt worden.

„Nie gedacht, dass ich ins Finale komme.“ Anna-Carina Woitschack war Wild Thing und vom eigenen Erfolg selbst überrascht - Platz zwei! (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Zuschauer und Ratecrew, die per Abstimmung gemeinsam über die Platzierungen entschieden, kamen aus den Standing Ovations gar nicht heraus. Die fünf Promis rockten die Bühne, sorgten für Gänsehaut und beste Partystimmung.

Nach seinem Sieg als Tukan bei „The Masked Singer Switzerland“ (2022) landete Ex-Dschungelkönig Joey Heindle als P. S. in Deutschland auf Platz drei. (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Comedian Chris Tall (35) brachte es auf den Punkt: „Ihr hättet alle den Sieg verdient.“ Tall untermauerte im Finale mit vier richtigen Verdächtigungen bei fünf Finalisten seinen Ruf als feinste Schnüfflernase seit Columbo eindrucksvoll. Seine Beisitzerinnen Verona Pooth (58) und Rategast und TMS-Ikone Ruth Moschner (50) lagen dagegen ausnahmslos falsch.

Echte Überraschung: Gisa Flake hatte keiner der Ratenden als Yeti Cat auf dem Schirm. (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Yeti Cat musste als Erste die Maske fallen lassen - und offenbarte die größte Überraschung. Denn mit Gisa Flake, Schauspielerin (“Polizeiruf 110“), Kabarettistin (“heute-show“), aber eben auch grandiose Sängerin (Siegerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin in der Kategorie „Musical/Chanson“) hatte niemand gerechnet - nicht einmal Chris Tall.

Zufall, dass beide Namen mit „Schw“ beginnen? Prof. Dr. Dr. Schweinstein wurde als Schauspielerin Jasmin Schwiers enttarnt. (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Gleich danach ließ „Professor Schweini“ die Maske fallen. Dass sich da Schauspielerin Schwiers („Das Kanu des Manitu“) verbarg, hatte Tall schon beim ersten Auftritt vermutet. Schwiers dankte nach der Demaskierung und meinte, sie habe etwas „über die Gleichzeitigkeit der Dinge“ gelernt: „Man kann die Hose gestrichen voll haben und trotzdem jede Sekunde davon genießen.“
Vincent Gross: „Es war wie Kindergeburtstag für Große“
Nach einem finalen Triell wurde Schachfigur P.S. als Drittplatzierter enttarnt. Das Pferdchen mit dem Sixpack war weder René Casselly noch dessen Cousin Ramon Roselly oder Menowin oder Fabian Hambüchen. Sondern der ehemalige DSDS-Sieger Joey Heindle, der 2022 schon „The Masked Singer Switzerland“ gewonnen hatte.
Platz zwei ging an Anna-Carina Woitschack. Die hatte zuerst Rategast Pietro Lombardi in der vierten Vorrundenshow ins Spiel gebracht. Im Finale wich Chris Tall von seinem Anfangsverdacht Stefanie Kloß (Silbermond-Sängerin) ab und schwenkte aufgrund der letzten Indizien auf die Schlagerqueen und ehemalige Ehefrau von Stefan Mross (der als Hippo Jones in Folge 2 enttarnt worden war) um.

Konfetti, Jubel und ein Siegerpokal, der frisch geleimt werden musste: Vincent Gross alias Fernando El Toro genoss seinen Sieg trotzdem in vollen Zügen. (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Beim umjubelten Sieger Fernando El Toro war sich Tall seit dem ersten Vorrundenauftritt sicher gewesen: „Du bist Vincent Gross.“ Nach der atemberaubenden Finalleistung glich Tall seinen Verdacht an: „Du bist Vincent, der Grosse!“ Denn der sympathische Schweizer, Star des Party-Schlagers mit Hang zu alkoholischen Titeln (“Ouzo“, „Drinking Wine Feeling Fine“, „Rum“), zeigte sich nicht nur bestens bei Stimme, sondern auch - mit Spagatsprüngen und Roundhouse-Kicks - topfit.
„Wir sehen uns im nächsten Jahr!“ Hoffentlich
„Ich bin nur glücklich. So eine unvergessliche Reise. Es war so spannend - wie Kindergeburtstag für Große“, sagte Gross, der besonders die Zweitplatzierte Woitschack auf der Bühne herzte. Die beiden kennen sich gut und hatten gemeinsam 2023 die erste Staffel von „Die Verräter“ gewonnen.

Ratecrew und Saalpublikum kamen im Finale von „The Masked Singer“ (ProSieben) vor lauter Standing Ovations für die grandiosen Künstler kaum zum Sitzen. (Bild: Joyn/Willi Weber)
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Am Ende, nach acht Auftritten und nur sechs Werbepausen, war nur noch Konfettiregen und Jubel, und der Pokal war auch wieder halbwegs zusammengeleimt. Der Abschiedsgruß des „Demolition Man“ Matthias Opdenhövel: „Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder.“ Hoffentlich. (tsch)
