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TV-Überraschung im HerbstWarum „The Masked Singer“ das wichtigste Live-Element verliert

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Jan Josef Liefers, Schauspieler, steht als Figur „Das Känguru“ in der ProSieben-Show „The Masked Singer“ auf der Bühne.

Jan Josef Liefers, Schauspieler, steht als Figur „Das Känguru“ in der ProSieben-Show „The Masked Singer“ auf der Bühne. (Archivbild)

Mehr Masken, andere Dramaturgie – und voraufgezeichnet. ProSieben gibt überraschende Pläne für die neue Staffel bekannt.

Bei der ProSieben-Sendung „The Masked Singer“ steht ein Konzeptwechsel an: Die Show verliert ihren Live-Status. Wie der Sender am Montag (6. Juli 2026) mitteilte, werden die neuen Folgen vorab produziert und zeitversetzt nach wenigen Wochen im Fernsehen und beim Streamingdienst Joyn gezeigt.

Das kündigte der Sender nun zusammen mit weiteren Änderungen am Konzept für die 13. Staffel an, die im Herbst ausgestrahlt werden soll. „The Masked Singer“ hatte bislang zu den größten und aufwendigsten Live-Shows des deutschen Fernsehens gehört.

Aufzeichnung statt Live-Show ab Herbst 2026

Was die Änderungen etwa für das Voting der TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer bedeuten, blieb zunächst offen. Show-Chef Hannes Hiller erklärte das neue Produktionskonzept unter anderem mit Vorteilen bei der Akquise von Prominenten, die bereit sind, sich für die Show zu maskieren. 

„Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist – ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf“, erläuterte er. „Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat.“

16 Kostüme: Teilnehmer-Rekord in der neuen Staffel

Bei „The Masked Singer“ treten Promis als Sängerinnen und Sänger auf, verstecken ihre wahre Identität aber hinter großen Kostümen. Nur ihre Stimme und mysteriöse Hinweise lassen erahnen, wer auf der Bühne steht. Im Studio rätselt ein prominentes Rateteam, vor dem Fernseher die Zuschauer. ProSieben brachte die Show erstmals 2019 ins deutsche Fernsehen – damals war sie ein Überraschungshit.

Auch vor der Kamera soll sich in der neuen Staffel einiges ändern. Nach Angaben von ProSieben treten diesmal 16 maskierte Prominente an – „so viele wie noch nie zuvor“. Ebenso werde das Tempo erhöht und die Dramaturgie verändert. 

Mehr Tempo und schnellere Demaskierungen im Halbfinale

„In den ersten vier Shows treten jeweils vier Masken im direkten Wettkampf gegeneinander an. An jedem Abend müssen dann bereits zwei Prominente ihre Identität preisgeben, während die zwei verbleibenden Masken direkt ihr Ticket fürs Halbfinale lösen“, erläuterte ProSieben. Es soll also rasch viele Demaskierungen geben.

Trotz der tiefgreifenden Reformen setzt der Sender bei zwei Konstanten auf Kontinuität: Matthias Opdenhövel führt wie gewohnt als Moderator durch die Show, und auch der Produktionsstandort bleibt Köln. Wer bei den neuen Aufzeichnungen im August live im Studio dabei sein möchte, kann sich ab sofort Tickets sichern, wie ProSieben mitteilte. (jag/dpa)