„Nennen Sie mich Snake“ - der Mann mit der Augenklappe hat nur noch seinen Stolz zu verlieren. Den wird er sich nicht nehmen lassen, auch nicht in der Hölle auf der Insel der Verdammten. Der BR zeigt John Carpenters „Die Klapperschlange“ (1980) am Freitag, 23. Oktober zur späten Stunde um 22.50 Uhr. Der Endzeitfilm avancierte früh zum Klassiker aufgrund seiner fesselnden Atmosphäre und der düsteren Bilder der zukünftigen USA.
„Die Klapperschlange“ wurde zum bedeutendsten Film in der Karriere des US-Schauspielers Kurt Russell, der eben jenen Snake Plissken spielt. Bis heute versammelt „Escape From New York“ eine weltweite Fan-Community um sich. Es gibt Comics, ständig neues Merchandise, Wiederaufführungen in Kinos.
Kultfilm einer ganzen Generation

Kurt Russell war 28 Jahre alt, als er erstmals die Rolle des Outlaws Snake Plissken übernahm. Sie begleitet den Schauspieler bis heute. (Bild: ARD Degeto/1981 STUDIOCANAL S.A. All rights reserved.)
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Die Geschichte spielt in der fernen Zukunft, 17 Jahre nach dem Dreh. John Carpenter siedelte die Handlung im New York des Jahres 1997 an: Ganz Manhattan ist ein hermetisch abgeriegeltes Gefängnis. Wer einmal drin ist, kommt nicht wieder raus. Die Insassen haben sich ihre eigene Welt errichtet, mit eigenen Gesetzen. Genau dort stürzt der Präsident der Vereinigten Staaten (Donald Pleasance) mit einem Flugzeug ab. Plissken erhält den Auftrag, den Präsidenten innerhalb von 24 Stunden zu finden und nach draußen zu bringen.
„Die Klapperschlange“, in Deutschland so benannt nach einer Tätowierung Plisskens (die eigentlich eine Kobra darstellt), wurde zum Kultfilm einer ganzen Generation. Pessimistisch symbolisiert er die Hoffnungslosigkeit allen politischen Unterfangens in der Zeit des Kalten Krieges und bezieht dabei seine Faszination vor allem aus der anarchistischen Hauptfigur Snake Plissken, grandios dargestellt von Kurt Russell.
Snake Plisskens Geschichte wurde 1996 mit „Flucht aus L.A.“ fortgesetzt. Ein Remake des ersten Teils ist inzwischen nicht mehr in Sicht, obwohl es lange diskutiert wurde. Auch eine weitere Fortsetzung, die streckenweise im Gespräch war, liegt tief verborgen in den Hollywood-Akten. (tsch)
