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TV-TippIn diesem 80er-Klassiker läuft Jack Nicholson zu komischer Höchstform auf

Jack Nicholson als diabolischer Verführer in Höchstform: In „Die Hexen von Eastwick“ beschwören Cher, Michelle Pfeiffer und Susan Sarandon einen Mann herauf, den sie bald lieber wieder loswerden würden.

Daryl Van Horne (Jack Nicholson) verdreht den „Hexen von Eastwick“ den Kopf. (Bild: RTL)

Daryl Van Horne (Jack Nicholson) verdreht den „Hexen von Eastwick“ den Kopf. (Bild: RTL)

„Machen Sie's lieber auf oder unter mir?“, fragt Film-Rüpel Jack Nicholson scheinheilig. Mit einem Gewitter bricht er über Eastwick ein und verzaubert mit diabolischem Charme und derben Sprüchen drei alleinstehende Damen. Dank Nicholsons Darstellerkunst und komischen Talent wurde George Millers Horrorkomödie „Die Hexen von Eastwick“ (Donnerstag, 22. Oktober, 20.15 Uhr, Super RTL) in Amerika zum Kassenknüller.

Horrorkomödie mit Starbesetzung: (von links) Jack Nicholson, Michelle Pfeiffer, Susan Sarandon und Cher spielen die Hauptrollen in „Die Hexen von Eastwick“. (Bild: RTL)

Horrorkomödie mit Starbesetzung: (von links) Jack Nicholson, Michelle Pfeiffer, Susan Sarandon und Cher spielen die Hauptrollen in „Die Hexen von Eastwick“. (Bild: RTL)

Drei Damen von Eastwick, Suki (Michelle Pfeiffer), Jane (Susan Sarandon) und Alexandra (Cher), treffen sich regelmäßig, um ihr langweiliges Single-Leben in einem verschlafenen Dorf zu betrauern. Sie schwelgen in Fantasien von einem Prinzen, der sie aus der Einöde in die Welt der Sinne entführt - und haben schließlich mit ihren Beschwörungen Erfolg: Nachdem die Zufalls-Hexen bereits erfolgreich ein Unwetter herbeizaubern konnten, taucht tatsächlich ein geheimnisvoller Unbekannter auf. Trotz schlechter Manieren kann Daryl Van Horne (Jack Nicholson) das Freundinnen-Trio in seinen Bann ziehen und zu einem sinnenfrohen Quartett erweitern. Ungleich schwerer gestaltet sich für die Frauen jedoch das Vorhaben, den Geist, den sie riefen, auch wieder loszuwerden.

Ein Vehikel für Jack Nicholson

Die Kritiken für „Die Hexen von Eastwick“ fielen - trotz der Starbesetzung - gemischt aus: „Am auffälligsten ist der Verlust der weiblichen Perspektive“, bemängelte „epd Film“ die Umsetzung der literarischen Vorlage von John Updike. Stattdessen sei ein „chauvinistischer Maßanzug“ für Jack Nicholson entstanden. Tatsächlich „rotzt, schnaubt, schmollt, keucht und balzt er, als seien alle seine Rollen seit 'Shining' nur Vorstudien gewesen“ (Cinema) und degradiert seine Kolleginnen zu Statisten.

Die „Chicago Sun-Times“ bezeichnete Daryl Van Horne als eine Rolle, für die Nicholson wie geboren war: „Es gibt eine Szene, in der er einen Satin-Pyjama trägt und sich in voller Länge auf einem Bett ausstreckt, sich dabei geschmeidig windet und streckt und seine Sinnlichkeit in vollen Zügen genießt. Es ist einer der lustigsten Momente körperlichen Humors, die er je hingelegt hat“, urteilte die Zeitung. Und auch das amerikanische Publikum ließ sich das Special-Effects-Spektakel um den komischen Bösewicht gefallen und bescherte Regisseur Miller (“Mad Max“) 1987 ein sehr gutes Einspiel-Ergebnis von 63,8 Millionen Dollar. (tsch)