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Urban Priol wird 65Sein großer Traum war eine Karriere als Fußball-Profi

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Urban Priol

Eine große Party zum 65. plant Urban Priol derzeit nicht. (Archivbild)

Urban Priol träumte von einer Fußballkarriere. Zum 65. Geburtstag verrät der Kabarettist, wie er die Bühne eroberte.

Für den Humoristen Urban Priol wäre eine Laufbahn als linker Verteidiger in der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse ebenfalls denkbar gewesen. „Wollte ich immer, war immer mein Stammplatz in der Schülermannschaft. Aber ich habe es nie darüber hinaus geschafft“, äußerte der für seine auffällige Haarpracht und farbenfrohen Oberteile bekannte Künstler gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Anlass war sein 65. Geburtstag am 14. Mai.

Im Anschluss an seine Schulzeit in Aschaffenburg begann er ein Lehramtsstudium mit den Fächern Englisch, Geschichte sowie Russisch. Parallel dazu entdeckte er jedoch zügig seine Leidenschaft für die Bühne und das Kabarett. Priol erklärte, dass er seinen Lebensunterhalt auch ohne eine formale Berufsausbildung und mit einem nur beinahe beendeten Studium sichern konnte. „Ich bin Taxi, sehr viel Taxi gefahren, ich habe gekellnert. Wenn Geld gefehlt hat, habe ich mir es irgendwo immer dazu verdient.“

Frühe Karriere mit spärlichem Publikum

Allmählich habe er in jener Zeit Engagements auf bayerischen Bühnen erhalten, die jedoch teilweise, wie etwa in Tittmoning in Oberbayern, nur von wenigen Menschen besucht wurden. „Das war, glaube ich, die schwächste besuchte Vorstellung. Da hatten wir zwei Zuschauer“, berichtet der Künstler, der eine Tochter hat. „So sind wir über die Dörfer, über die Städte getingelt, und irgendwann hat man sich die Räume erspielt.“

Ausgleich durch Bewegung in der Natur

Einem größeren Publikumskreis ist Priol heutzutage insbesondere durch das ZDF-Format „Neues aus der Anstalt“ ein Begriff, welches er im Zeitraum von 2007 bis 2013 präsentierte. In seinen jährlichen Rückblicken mit dem Titel „Tilt!“ seziert er regelmäßig das politische Geschehen auf satirische Weise. Darüber hinaus ist er mit seinem Soloprogramm auf Tournee in Deutschland.

Was aber tut er, wenn ihm die Fülle an negativen Meldungen zu viel wird? „Ich gehe sofort in den Wald und laufe“, verrät Priol. „Joggen nicht, um Gottes willen. Furchtbar. Nein, einfach nur laufen. Laufen wie Forrest Gump. Raus und laufen. Fünf Kilometer schaffe ich dann schon.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.