„Stimmt es, dass nirgendwo so viel gekokst wird wie im Schlager?“ Mit derart unverblümten Fragen musste sich Andrea Berg bei „Inas Nacht“ befassen. Die Sängerin überraschte mit ihren Antworten nicht nur Gastgeberin Ina Müller.
„Wer ist reicher, du oder Helene Fischer?“ - Andrea Berg ist um die Antwort nicht verlegen

Andrea Berg (links) stellte sich bei „Inas Nacht“ den sehr direkten Fragen von Ina Müller. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
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Wer die Einladung zur ARD-Kneipenshow „Inas Nacht“ annimmt, muss auf sehr direkte Fragen gefasst sein. „Wer ist reicher, du oder Helene Fischer?“, verlas Gastgeberin Ina Müller vom Bierdeckel eine Publikumsfrage. So unverblümt die Frage, so ehrlich kam die Antwort: „Ich“, gab Andrea Berg in der im Hochsommer aufgezeichneten und am Donnerstag (1. Oktober) veröffentlichten Ausgabe selbstbewusst zurück. Gefolgt von einem „Glaube ich“.
Ob sich die notorisch medienscheue Helene Fischer so einen TV-Auftritt auch zutrauen würde, ist eine spannende Frage. Ihre Schlager-Superstar-Kollegin jedenfalls ließ sich auch hiervon nicht aus der Fassung bringen: „Glaubst du eigentlich, es stimmt, dass nirgendwo so viel gekokst wird wie im Schlager?“, wollte Müller wissen. In der Politik werde sicher mehr gekokst, gab sich die Moderatorin die Antwort selbst. Andrea Berg musste passen: „Ich kenn' mich nicht aus. Hättest du den Söder mal gefragt, als der hier war.“
Dann allerdings fiel der Sängerin doch etwas zum Thema ein: „Ich weiß nur eine Geschichte. Wir hatten mal einen neuen Busfahrer mit einer früheren Band. Einer hat ihn gefragt: 'Wie ist denn die Band so?' Da hat er gesagt: 'Eigentlich sind die ganz nett, aber abends riechen die immer am Spiegel.'“
Andrea Berg sieht Florian Silbereisen „nicht so als Mann“

„So habe ich es nicht gemeint!“ Nach Ina Müllers Frage zu Florian Silbereisen ruderte Andrea Berg (links) etwas zurück. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
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Das kurzweilige Gespräch mit der 60-jährigen Erfolgssängerin brachte Ina Müller unter anderem auf Bergs Ehemann und Manager Uli Ferber, das Familienhotel in Kleinaspach, die legendären Fan-Wanderungen sowie Motorradfahren ohne Helm. Gefährlicher als Bergs Harley-Ausflüge waren aber auch weiterhin so einige Fragen. „Wer, findest du, ist der schönste Mann im deutschen Schlager?“, streute Müller nonchalant ein. Berg fragte zurück: „Haben wir überhaupt nen schönen? Sei mal ehrlich!“
Den Vorschlag Florian Silbereisen wies die Sängerin von sich. „Der ist zu klein für mich“, sagte sie und weiter: „Florian ist ein Freund, den sehe ich nicht so als Mann.“ In das Gelächter des Kneipen-Publikums rief sie korrigierend: „So habe ich es nicht gemeint! Er ist nicht mein Beuteschema.“ Letzteres gelte auch für Silbereisens Kollege Giovanni Zarrella. „Aber der ist hübsch, stimmt.“
„Mit Platten verdienst du kein Geld mehr“
Einmal wurde Andrea Berg auch ernst. Dann nämlich, als sie vom Los der jungen Schlagergeneration sprach. Die habe es nämlich schwerer als jemand wie Roland Kaiser, der langsam anfangen konnte und dann über Jahrzehnte Millionen Platten verkaufte. „Wo willst du dich heute als Schlagersänger etablieren?“, gab Berg zu bedenken. Nach Zahlen ihres Musiklabels hat sie im Laufe ihrer Karriere 14-Nummer-eins-Alben veröffentlicht und über 16 Millionen Tonträger verkauft.
„Was hab ich ein Glück! 30 Jahre wollen die Menschen meine Musik“, weiß Berg ihren Erfolg zu schätzen. Inzwischen sei es in ihrer Branche viel schwieriger geworden: „Wenn du heute als junger Künstler da bist: Du hast doch gar keine Chance mehr. Geld verdienen können die überhaupt nicht. Mit Platten verdienst du kein Geld mehr.“ (tsch)