Patrice Aminati leidet seit drei Jahren an schwarzem Hautkrebs im vierten Stadium. Mittlerweile erhält sie eine palliative Behandlung, die ihr möglichst viel Lebensqualität schenken soll. „Es ist nicht fair“, sagt sie nun im ZDF-Format „Terra Xplore: Im Kopf von ...“, als sie über ihre Diagnose spricht. „Und meistens weiß man auch nicht, warum. In meinem Fall vielleicht hohe Sonneneinstrahlung im Kindesalter. Dass man früher am Ostseestrand so lange gespielt hat, bis man krebsrot war.“
Auch ihre Genetik könnte eine Rolle spielen, erklärt sie im Gespräch mit dem Psychologen und ZDF-Moderator Leon Windscheid. „In meiner Familie liegt auch Hautkrebs. Meine Mama hatte weißen Hautkrebs, mein Opa hatte schwarzen Hautkrebs.“ Nicht zuletzt deshalb sei die 31-Jährige regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen.
„Und als ich schwanger geworden bin, sind - das ist auch typisch - alle Muttermale ein bisschen größer, erhabener geworden“, erinnert sich Aminati. Vor allem ein Muttermal am Hals sei „immer größer“ geworden. „Wie so eine Rosine kannst du dir das vorstellen“, schildert die Influencerin. Auch, dass das Muttermal plötzlich geblutet habe, habe sie damals ihrer Schwangerschaft zugeschrieben. „Und dann habe ich das, wie jeder junge Mensch, so ein bisschen vor mir hergeschoben.“
Patrice Aminati: „Ich habe wahnsinnige Angst“

Mit ZDF-Moderator Leon Windscheid spricht Patrice Aminati offen über ihren Umgang mit dem Krebs. (Bild: ZDF / Marius Fuchtmann)
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Erst nach einem halben Jahr habe sie ihren Hautarzt aufgesucht - und zwei Tage später per Telefon erfahren, dass es sich um Krebs handle. Sie sei aufgefordert worden, direkt ins Krankenhaus zu kommen. „Ich habe gesagt: Ich habe ein kleines Baby zu Hause. Die Waschmaschine läuft! Mich hat das total überfahren“, erinnert sich Aminati. „Diese Tragweite war mir überhaupt nicht bewusst.“
Aufgeben will die Ex-Partnerin von „taff“-Moderator Daniel Aminati auch drei Jahre nach der Diagnose nicht. „Es ist grausam, es ist furchtbar, und ich habe wahnsinnige Angst. Aber ich versuche, mich auch ständig zu fragen: Was will ich für ein Mensch sein? Mit welcher Haltung will ich da durchgehen?“, erklärt sie.
Zudem lege sie großen Wert darauf, dass ihre vierjährige Tochter Charly Malika nicht ohne Mutter aufwachsen müsse. „Ich habe die Verantwortung für dieses Kind. Zumindest, bis sie 18 ist. Und wenn ich sie auf allen Vieren über diese Ziellinie bringe.“ Auch sie selbst habe noch nicht mit dem Leben abgeschlossen. „Ich will weiterleben“, betont Aminati. „Ich habe noch Durst und Hunger aufs Leben.“
Die gesamte Sendung ist im Streamingportal des ZDF abrufbar. (tsch)

