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„Zauberhaftes“ Comeback nach 28 JahrenDas sind die Kino-Highlights der Woche

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Die „Zauberhaften Schwestern“ Gillian (Nicole Kidman, links) und Sally (Sandra Bullock) kehren nach 28 Jahren zurück auf die Kinoleinwand. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment)

Die „Zauberhaften Schwestern“ Gillian (Nicole Kidman, links) und Sally (Sandra Bullock) kehren nach 28 Jahren zurück auf die Kinoleinwand. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment)

„Bad Apples“, „Oasis: Don't Look Back in Anger“ und „Practical Magic 2 - Zauberhafte Schwestern“, die späte Fortsetzung der 90er-Komödie mit Nicole Kidman und Sandra Bullock: Das sind die Kino-Neustarts am 10. September.

Sie sehnen sich immerzu nach Liebe, sie werden von den schönsten Männern begehrt, aber ach, dieser dunkle, böse, bescheuerte alte Fluch! Ab der Zeit der Hexenverbrennungen waren die Owens-Frauen über Generationen zu großem Unglück verdammt, weil jeder Mann, der sich in sie verliebte, eines unnatürlichen Todes starb. 1998, am Ende des Rom-Com-Klassikers „Zauberhafte Schwestern“ mit Nicole Kidman und Sandra Bullock, schien der Fluch endlich besiegt. Oder doch nicht? 28 Jahre später kommt es im Umfeld der Owens-Frauen jedenfalls doch wieder zu eigenartigen Zwischenfällen.

Eine neue Generation: Auch Antonia (Maisie Williams, links) und Kylie (Joey King) kämpfen gegen den Fluch der Owens-Familie. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment)

Eine neue Generation: Auch Antonia (Maisie Williams, links) und Kylie (Joey King) kämpfen gegen den Fluch der Owens-Familie. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment)

Außerdem neu im Kino: In „Bad Apples“ spielt Saoirse Ronan eine Lehrerin, die zu sehr fragwürdigen pädagogischen Mitteln greift, und „Oasis: Don't Look Back in Anger“ dokumentiert, wie die legendäre Britpop-Band für die Reunion-Tour 2025 wieder zusammenfand.

Practical Magic 2 - Zauberhafte Schwestern

Saoirse Ronan verkörpert in „Bad Apples“ die Lehrerin Maria, die irgendwann mit ihrem Latein am Ende ist und einen Störenfried in ihrer Klasse einfach wegsperrt. (Bild: Pulse Films/Paramount Pictures/James Pardon)

Saoirse Ronan verkörpert in „Bad Apples“ die Lehrerin Maria, die irgendwann mit ihrem Latein am Ende ist und einen Störenfried in ihrer Klasse einfach wegsperrt. (Bild: Pulse Films/Paramount Pictures/James Pardon)

„Zauberhafte Schwestern“, damals, 1998 - das war vielleicht kein künstlerischer Höhepunkt des 90er-Jahre-Kinos. Viele Kritiker rümpften damals schon die Nase angesichts dieser kitschigen Halloween-Lovestory um zwei Hexen, die am eigenen Familienfluch zu verzweifeln drohen. Aber der Kitsch der 90-er ist inzwischen ja wieder ziemlich angesagt, und die Besetzung verspricht auch knapp drei Jahrzehnte später immer noch erstklassige Unterhaltung.

Nicole Kidman und Sandra Bullock kehren zurück in ihre Hauptrollen als Gillian und Sally Owens und wirken in „Practical Magic 2 - Zauberhafte Schwestern“ auch als Produzentinnen mit. Aus dem Original-Cast sind zudem Stockard Channing (Tante Frances) und Dianne Wiest (Tante Bridget) wieder dabei. Die alten Owens-Ladys lieben, triezen und zoffen sich weiterhin so leidenschaftlich wie schon vor knapp drei Jahrzehnten, Sally (Sandra Bullock) hat jetzt außerdem zwei Töchter im jungen Erwachsenenalter - Kylie (Joey King) und Antonia (Maisie Williams).

Danny (Eddie Waller) ist ein echter Quälgeist. (Bild: Pulse Films/Paramount Pictures/James Pardon)

Danny (Eddie Waller) ist ein echter Quälgeist. (Bild: Pulse Films/Paramount Pictures/James Pardon)

Und was ist nun mit diesem alten Fluch der Owens-Hexen? Der ist, wie sich herausstellt, leider doch nicht gebrochen. „Mit der Magie ist das so eine Sache. Sie lässt sich nicht zum Schweigen bringen“, weiß Sally. Die junge Generation hört aber nicht so sehr auf die muffigen Ratschläge der Alten, sondern vor allem auf ihr Herz. Denn auch in diesem Sequel von Regisseurin Susanne Bier (Drehbuch: Akiva Goldsman, Georgia Pritchett) geht es am Ende wieder um die ganz große Liebe, und dafür würden sowohl Kylie als auch Antonia alles aufs Spiel setzen ...

Bad Apples

„Oasis: Don't Look Back in Anger“ dokumentiert, wie die Gallagher-Brüder Noel (links) und Liam wieder zusammenfanden, um eine Comeback-Tour zu spielen. (Bild: Disney/Giulia Parmigiani)

„Oasis: Don't Look Back in Anger“ dokumentiert, wie die Gallagher-Brüder Noel (links) und Liam wieder zusammenfanden, um eine Comeback-Tour zu spielen. (Bild: Disney/Giulia Parmigiani)

Ein Schüler wird vermisst, ein gewisser Danny. Die Eltern sind außer sich vor Sorge, Suchtrupps durchkämmen die Felder, die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Wo mag der Junge wohl abgeblieben sein? Seine Lehrerin weiß es ganz genau, sagt es aber nicht. Lieber noch ein wenig die Ruhe im Klassenzimmer genießen ... - Einfach mal diesen oder jenen Schüler „verschwinden“ lassen, davon haben bestimmt viele Pädagoginnen und Pädagogen schon einmal geträumt, auch wenn sie es nie zugeben würden. In der pechschwarzen Thriller-Komödie „Bad Apples“ wird das Gedankenspiel nun auf äußerst finstere Weise umgesetzt.

Ein fauler Apfel im Obstkorb sollte rechtzeitig entfernt werden, sonst beginnen bald auch die anderen Äpfel zu faulen und zu stinken: Das ist die Logik hinter „Bad Apples“. Der faule Apfel ist in diesem Fall allerdings ein Schüler an einer Privatschule, der sich fortwährend danebenbenimmt, den Unterricht stört und der gesamten Klassengemeinschaft höllisch auf die Nerven geht, von den Mitschülerinnen und Mitschülern bis zur Lehrerin Maria (Saoirse Ronan). Als Danny (Eddie Waller) wieder einmal brutal über die Stränge schlägt, brennt bei Maria eine Sicherung durch. Sie sperrt den Jungen in einen Keller.

Liam (links) und Noel Gallagher wieder vereint: Das hätte noch vor drei, vier Jahren niemand für möglich gehalten. (Bild: Disney/Simon Emmett)

Liam (links) und Noel Gallagher wieder vereint: Das hätte noch vor drei, vier Jahren niemand für möglich gehalten. (Bild: Disney/Simon Emmett)

Lehrkräfte auf pädagogischen Abwegen kennt man im Film bereits, sehr prominent unter anderem aus der US-Komödie „Bad Teacher“ (2011) mit Cameron Diaz. In „Bad Apples“, einer britisch-amerikanischen Koproduktion von Regisseur Jonatan Etzler und Autor Jess O'Kane, nimmt die Sache allerdings einen ausgesprochen düsteren, weniger klamaukigen Verlauf. Als Vorlage diente, wenig überraschend, ein skandinavischer Roman: „De Oönskade“ (“Die Unerwünschten“) von dem dänischen Schriftsteller Rasmus Andersson.

Oasis: Don't Look Back in Anger

Nach 16 Jahren Pause, nach großem Streit und langem Schweigen kehrten Oasis 2025 auf die Live-Bühne zurück. Liam und Noel wieder vereint, eine Sensation! Man muss wohl von einem der größten Comebacks der Musikgeschichte sprechen, alleine deshalb schon, weil die Gallagher-Brüder alles andere bestimmt als Beleidigung auffassen würden und dann mit Prügel drohen könnten. Oder sind die alten Britpop-Prolls vielleicht gar nicht mehr so prollig drauf wie damals in ihren ganz wilden Zeiten? Die Antwort auf diese Frage liefert jetzt eine Kino-Doku, die den Weg zurück auf die Bühne Schritt für Schritt nacherzählt.

Das erste Wiedersehen nach Jahren der Funkstille, die ersten Proben für die Reunion-Tour, die binnen kürzester Zeit ausverkauft war: Selbst da war das Kamerateam von Steven Knight, Dylan Southern und Will Lovelace schon dabei. Ein spannendes Filmprojekt, keine Frage, schließlich konnte niemand wissen, ob es denn wirklich noch einmal klappen würde mit den alten Streithähnen Noel und Liam, an deren gigantischen Egos die Band Oasis einst zerbrochen war.

„Oasis: Don't Look Back in Anger“ zeigt die ersten gemeinsamen Interviews der Gallagher-Brüder seit über 20 Jahren, blickt zurück auf die Anfänge dieser außergewöhnlichen Band, spart auch die großen Skandale inklusive Krawall-Auflösung nicht aus und beleuchtet ausgiebig, wie sich dann doch wieder alles fügte bis hin zur gefeierten Comeback-Tour mit insgesamt 41 Shows in Europa, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika. Das „größte Musikereignis des Jahres 2025“, wie es in einer Ankündigung zum Film heißt. Wichtiger Hinweis für alle, die diese spektakuläre Pop-Geschichte auf der großen Leinwand durchleben wollen: „Oasis: Don't Look Back in Anger“ läuft nur für knapp eine Woche im Kino. (tsch)