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Riesen-SeeadlerEnorm großer Greifvogel ausgebüxt

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Riesenseeadler_Radevormwald

Wenn der Vogel seine Flügel ausbreitet, sieht Falkner Olaf Brese fast schon winzig aus.

Radevormwald – Große Aufregung am vergangenen Wochenende in Radevormwald: Ein „enorm großer Vogel“ war auf einer Wiese gelandet. Das jedenfalls berichteten Anwohner per Telefon Falkner Olaf Brese. Der Falkner besitzt dort in der Nähe ein Jagdrevier und machte sich sofort auf den Weg.

Riesenseeadler gehört zu den größten Vögeln der Welt

„Ich dachte, da sitzt mal wieder ein Bussard, und dann komme ich da hin und dort sitzt dieser Riesenseeadler. Das ist schon ein imposanter Vogel“, erzählte Brese.

Im Bestand gefährdet

Der Riesenseeadler ist die größte Art aus der Gattung der Seeadlerart. Er hat ein schwarz-weißes Gefieder und einen außerordentlich großen gelb-orangefarbenen Schnabel. Die Flügelspannweite beträgt 1,90 bis 2,80 Meter. Längere Flügel haben unter den Greifvögel eigentlich nur Kondor-Arten. Die Weibchen sind deutlich größer und schwerer als die Männchen. In ihrem Lebensraum, dem pazifiknahen Ostasien ernähren sich die Vögel vorwiegend von Fischen. Der Bestand der Riesenseeadler gilt als gefährdet. Laut der Internationalen Tierschutz-Organisation IUCN gibt es noch etwa 5000 Riesenseeadler. (ps)

Zu seinem Glück ließ sich die Adlerdame von Futter anlocken und recht schnell einfangen. „Da ich für das große Tier keine Transportbox dabei hatte, habe ich den Vogel einfach in mein Auto gesetzt – die Leute auf der Straße haben ganz schön geguckt!“, sagt der Falkner lachend.

Zu Hause konnte er über die Ringnummer des Tieres den Eigentümer ermitteln. Es stellte sich heraus, dass „Hope“ aus einer Flugshow in Remscheid ausgebüxt und bereits seit acht Tagen von zu Hause verschwunden war.

Was tun, wenn man einen Greifvogel findet?

Am Montagabend konnte das vierjährige Riesenseeadler-Weibchen dann wieder wohlbehalten ihrem Besitzer übergeben werden.

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Wenn „Hope“ auf der Stange sitzt, ohne die Flügel auszubreiten, wirkt sie gar nicht so riesig.

Brese: „Es ist schon der dritte Adler, den ich in Radevormwald aufnehmen konnte. Erst einen verunglückten wilden Fischadler, dann einen jungen Weißkopfseeadler aus einer Flugshow im Südwesten Deutschlands, und jetzt Hope, die an Größe wirklich alles toppte.“

Wichtig bei Fundvögeln oder in Not geratenen Greifvögeln und Eulen sei es, dass diese so schnell wie möglich in fachkundige Hände gelangen und entsprechend versorgt werden können. (red)