Von einem Spezialschiff aus bringen sie von einem schwimmenden Weltraumbahnhof Satelliten ins All - so der Plan.
Vom Schiff ins WeltallDeutschland will Raketen aus der Nordsee starten

Von so einem Spezialschiff aus sollen ab nächstem Jahr Raketen von der Nordsee in den Weltraum fliegen.
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Eine Weltraum-Rakete von einem Schiff aus starten lassen? Das klingt verrückt, soll aber bald so bei uns in Deutschland passieren.
Den Plan dazu gibt es schon länger. Im kommenden April soll der erste Raketenflug von der deutschen Nordsee aus starten. Das erklärte ein Experte am Mittwoch bei einem Weltraum-Kongress in der Stadt Berlin.
Von der deutschen Nordsee ins All: Erste Rakete soll 2024 starten
Die Rakete wird dann von einem speziellen Schiff aus in die Luft geschossen. Wenn alles klappt, sollen in Zukunft häufiger Raketen von der Nordsee aus ins All fliegen. Heimathafen des Schiffs soll nach BDI-Angaben Bremerhaven sein.
Die Demo-Kampagne soll zunächst etwa zwei Wochen dauern. In dieser Zeit ist der Start von bis zu vier Raketen mit einer maximalen Länge von sieben Metern und einer Flughöhe von bis zu 50 Kilometern geplant.
Weltraumbahnhof in der Nordsee
Diese Raketen sind klein. Sie sind auch nicht dazu gedacht, zum Beispiel Astronautinnen und Astronauten zu einer Raumstation zu fliegen. Die Mini-Raketen sollen Satelliten in die Erd-Umlaufbahn transportieren. Satelliten brauchen wir, damit wir auf der Erde zum Beispiel Internet haben.
Laut einer neuen Studie wird der Markt für raumfahrtgestützte Anwendungen bis 2040 jährlich um 7,4 Prozent auf 1,25 Billionen Euro wachsen. Die Daten seien für viele Wirtschaftsbereiche unverzichtbar, etwa für das autonome Fahren oder die Digitalisierung der industriellen Produktion. Weltraumgestützte Anwendungen ermöglichten beispielsweise genauere Daten und Analysen, die die Effizienz in Produktion und Logistik steigerten. (mbr/dpa)
