Nach dem tödlichen Zwischenfall in Minnesota sorgt ein Detail aus dem Inneren des Autos für Aufmerksamkeit: Was ist mit dem Hund geschehen?
ICE erschießt MutterWas wurde aus dem Hund, der hinter Renee Good im Auto saß?

Vor der US-Botschaft in London wurden Kerzen angezündet, um Renee Nicole Good zu gedenken, die in den USA von ICE-Beamten erschossen wurde.
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Ein schwarzer Hund blickt durch das offene Fenster eines SUV – wenige Sekunden später ist seine vermeintliche Halterin tot. In Minneapolis hat ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE am vergangenen Mittwoch (7. Januar 2026) die 37-jährige Renee Good erschossen, als sie im Fahrersitz ihres Honda Pilot saß.
Hund auf der Rückbank soll ein Australian Shepherd gewesen sein
Neben dem Wagen stand ihre 40-jährige Lebenspartnerin Becca Good, die mit dem Agenten sprach. Die Situation wurde mit einem Handy gefilmt. Als Renee Good anfuhr, eskalierte die Lage: Der Beamte, der später als Jonathan Ross identifiziert wurde, feuerte auf sie. Das Auto rollte noch kurz weiter und kam dann zum Stillstand.
Nach Angaben eines Nachbarn war Becca Good nach den Schüssen völlig aufgelöst. Neben ihrer Frau sorgte sie sich auch um den Hund auf der Rückbank und forderte die Einsatzkräfte mehrfach auf, ihn aus dem Fahrzeug zu holen. Schließlich gelang es ihr selbst. Mit dem Hund setzte sie sich auf die Treppe eines nahegelegenen Hauses, während der Tatort gesichert wurde.
„Hazelnut“ gehörte wohl nicht Renee Good, sondern einer Nachbarin
Mittlerweile gibt es gesicherte Informationen zum Verbleib des Hundes, der auf den Videoaufnahmen aus dem Auto zu sehen ist. Nach übereinstimmenden Berichten unter anderem von „People“ und „Sky News“ wurde das Tier nach dem Vorfall von Angehörigen beziehungsweise Personen aus dem familiären Umfeld in Sicherheit gebracht.
Auch zur Identität des Tieres sind neue Details bekannt geworden. Demnach handelt es sich um einen Australian Shepherd mit dem Namen „Hazelnut“. Mehrere Berichte legen nahe, dass der Hund nicht Renee Good selbst gehörte, sondern einer Nachbarin. Deren Hund soll sich regelmäßig im Umfeld der Familie aufgehalten haben, da Renee Goods sechsjähriger Sohn häufig mit ihm spielte. Am Tag des Vorfalls befand sich „Hazelnut“ offenbar zufällig im Auto, als es zu der Konfrontation mit dem ICE-Beamten kam.
In einem Statement vom 9. Januar schrieb Becca Good, sie sei erst kürzlich mit Renee nach Minnesota gezogen, „um uns ein besseres Leben aufzubauen“. Renee Good war Mutter von drei Kindern aus früheren Beziehungen, das jüngste ist sechs Jahre alt. Laut Behördenangaben starb sie an Schussverletzungen im Kopfbereich. Zwar versuchte ein Mann, der sich als Mediziner zu erkennen gab, Hilfe zu leisten, wurde jedoch daran gehindert. In der Klinik konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden. (jag)

