Die Festivalsaison ist mit „Rock am Ring“ in der Eifel gestartet worden. Die Fans erwarten drei Tage lang Party, laute Musik unter freiem Himmel und regnerisches Wetter.
„Rock am Ring“Feuriger Auftakt in der Eifel – Wut über Toiletten-Situation

Zur Eröffnung der diesjährigen Ausgabe von „Rock am Ring“ gab es am Freitag (5. Juni 2026) erst einmal reichlich Feuer auf dem Festivalgelände. Danach startete das dreitägige Musikprogramm.
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Wenn Trichter, Ravioli aus der Dose und Gummistiefel zur Grundausstattung gehören, und „Beer Pong“ zum Frühstück ansteht, dann ist wieder „Rock am Ring“. Zum 41. Mal bebt in diesem Jahr die Rennstrecke in der Eifel.
Die rund 90.000 Tickets für den Festival-Klassiker gingen in Rekordzeit weg. Vor allem der Auftritt von Linkin Park am Freitagabend (5. Juni 2026) sorgte für den Mega-Andrang der Musikfans. Beim Zwillingsfestival „Rock im Park“ in Nürnberg sind 80.000 Menschen.
„Rock am Ring“: 90.000 Menschen sorgen für ausverkauftes Festival
Das dreitägige Open-Air ist aber nicht nur aufgrund der 80 verschiedenen Bands, die auf den drei Bühnen auftreten, für viele ein Muss. Das Ambiente und die Party-Erlebnisse auf den umliegenden Campingplätzen sind für viele fast noch wichtiger.
Programm: Neben Linkin Park stehen Top-Acts wie Limp Bizkit, Papa Roach, Bad Omens, Volbeat, Electric Callboy, Sabaton, Iron Maiden und The Offspring auf dem Programm. Die Metalband Loathe durfte am Freitag auf der Mandora Stage das Wochenende eröffnen.
Vor der großen Utopia-Stage wurde das Programm mit etlichen Feuerbällen von den LED-Türmen gestartet. Donots-Sänger Ingo Knollmann startete den Drei-Tage-Wahnsinn als Moderator mit dem deutschen Rap-Duo Mehnersmoos. Die Frankfurter begannen mit dem Song „3 Bier“, reichlich Konfetti und hatten auf der Bühne einen Kiosk aufgebaut.

Die Frankfurter Rapper von Mehnersmoos waren am Freitag die ersten, die bei „Rock am Ring“ auf die große Utopia-Stage durften.
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„Was macht ihr schon hier? Geht zurück in eure Zelte“, scherzten die Rapper beim Anblick des bereits rappelvollen Geländes. „Es ist eine große Premiere, dass ‚Rock am Ring‘ die Hauptband gleich zum Auftakt spielen lässt. Denn wir sind ab 17 Uhr immer schon betrunken.“
Viele Fans sicherten sich bereits mittags ihre Plätze ganz vorn an der Bühne, um zehn Stunden später beim heiß erwarteten Auftritt von Linkin Park möglichst nah am Geschehen zu sein. Die Menge hatte ihren Spaß bei zahlreichen Circle-Pits, beim Crowdsurfing und beim Massenrudern im Sitzen.

Das Festivalgelände bei „Rock am Ring“ war am Freitag von der ersten Minute an gut gefüllt. Schon bei den Auftakt-Konzerten ließen sich die Rockfans über die Köpfe des Publikums tragen.
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Am Donnerstag gab es bereits bis 2 Uhr nachts in der neuen Atmos Arena eine Pre-Party. Da, wo im Vorjahr noch eine Bühne stand, auf der unter anderem Kasalla spielte, ist nun ein Erlebnisbereich mit Essens- und Getränkeständen. Die Besucher können Klamotten und Schmuck kaufen, Rodeo reiten, skaten, Kicker spielen oder sich tätowieren lassen.
Wetter: Stets ein Dauerthema in der Eifel. Und von Jahr zu Jahr sieht das Gelände immer mehr aus wie in Wacken. Matsch, Pfützen, Schlammwüsten sind an der Tagesordnung. Am Donnerstag zog ein heftiges Gewitter mit Starkregen über „Rock am Ring“. Die Folgen waren deutlich sichtbar.
Auch als am Freitag erstmals die Türen zum Festivalgelände geöffnet wurden, regnete es wieder heftig. Bis zum Ende am Sonntagabend sagt der Deutsche Wetterdienst immer wieder vereinzelt Gewitter mit starken Böen voraus. Starkregen und kleinkörniger Hagel könnten nicht ausgeschlossen werden. Das Schlimmste scheint jedoch überstanden.

Die Musikfans bei „Rock am Ring“ müssen an diesem Wochenende wieder hart im Nehmen sein. Immer wieder wird es Regenschauer in der Eifel geben.
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Getränke: Die spanische Biermarke San Miguel läuft wieder aus den Zapfhähnen. Ein 0,5-Liter-Becher kostet 6,90 Euro. Hinzu kommen drei Euro Pfand. Softgetränke kosten 6,50 Euro. Auf dem Festivalgelände ist bereits seit vier Jahren keine Bargeldzahlung mehr möglich. Beim Check-in bekommt jeder ein Armband mit integriertem Geld-Chip.
An den Speiseständen gibt es von Falafel über Pizza (ab 7,50 Euro), asiatische Küche, Pommes (6 bis 8 Euro) und Currywurst, bis zu Backfisch, Burgern sowie Laugenbrezeln (7 Euro) alles Mögliche.

Das Gelände rund um „Rock am Ring“ wurde wieder zur großen Campingfläche.
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Camping: Das größte Frustpotenzial baute sich schon vor dem ersten Ton auf den Campingplätzen auf. Zu wenig ordentliche Toiletten, vollgelaufene Dixis und zu wenig Duschen trotz gestiegener Preise lautete der immer lauter werdende Vorwurf an die Veranstalter. „Keine Duschen, kein Wasser, nur Dixiklos auf B4a“, beschwerte sich Hanna. Tim pflichtete ihr bei: „Zwei Männer-Toiletten und drei Duschen – Unverschämtheit. Mehr Unfähigkeit geht nicht.“
Stammgäste kritisieren, dass das Festival Jahr für Jahr „wirtschaftlich optimiert“ werde. Also noch mehr Platz für Sponsoren, noch mehr kostenpflichtige Angebote und weniger Raum für unbeschwertes Feiern. Auch überfordertes Ordnungspersonal nervte.

Das Campinggelände am Nürburgring war durch die heftigen Regenfälle in den vergangenen Tagen zur Schlammwüste geworden.
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Beim Veranstalter-Team häuften sich die Klagen. Die Macher um Festivaldirektorin Jana Post konnten den Frust nicht verstehen. „Hey Leute, es stehen die gleichen Toiletten- und Duschanlagen wie im letzten Jahr zur Verfügung. Dort, wo Campingflächen jetzt erweitert wurden, haben wir die Kapazitäten zusätzlich ausgebaut und an die größeren Flächen angepasst“, hieß es.
Das Deutsche Rote Kreuz sprach zum Auftakt von einer „geschmeidigen Lage“. Bislang habe es rund 250 kleinere Einsätze gegeben, etwa wegen überdehnter Bänder oder verstauchter Knöchel, sagte Armin Link vom DRK.