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Schauspieler muss in U-HaftRussell Brand in London der Vergewaltigung schuldig gesprochen

Außerdem sahen die Geschworenen drei Fälle sexueller Nötigung als erwiesen an. Brand kommt in Untersuchungshaft.

Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand ist in einem Prozess um sexuelle Gewalt in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden.

Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand ist in einem Prozess um sexuelle Gewalt in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden.

Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand ist in einem Strafprozess wegen sexueller Gewalt in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen am Londoner Southwark Crown Court befanden den 51-Jährigen einer Vergewaltigung und dreier Fälle sexueller Nötigung für schuldig.

Demnach hatte sich der einstige TV- und Bühnenstar nach einem Auftritt in einem Londoner Theater an einer damals 21 Jahre alten weiblichen Anhängerin vergangen. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen sowie zwei angeblichen Fällen sexueller Übergriffe wurde er hingegen freigesprochen.

Russell Brand: Schuldspruch wegen Vergewaltigung

Aufgrund des Urteils der Geschworenen müsse sich Brand auf eine Haftstrafe einstellen, sagte der Richter laut der Nachrichtenagentur PA. Er werde daher in Untersuchungshaft genommen. Das Strafmaß soll am kommenden Montag (9. November) bekanntgegeben werden.

Im mehrwöchigen Prozess schilderten vor allem die betroffenen Frauen die schweren Vorwürfe detailliert. Auch Brands Ehefrau Laura sagte vor Gericht aus und stellte sich dabei hinter ihren Mann.

Vorwürfe stets bestritten

Brand hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Freunde und Kollegen hätten sich seit deren Bekanntwerden von ihm abgewandt, sagte er zuletzt laut PA. Der Vergewaltigung beschuldigt zu werden, sei „verheerend“. Als der Richter den Schuldspruch im Fall der Vergewaltigung verkündete, schloss Brand die Augen. Ansonsten reagierte er laut Bericht kaum, als die Entscheidung der Jury verlesen wurde.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Schauspieler schwere charakterliche Mängel vorgeworfen. „Er war skrupellos, er war berechnend und er war manipulativ, und laut Staatsanwaltschaft ein Sexualtäter“, sagte Staatsanwältin Riel Karmy-Jones zuletzt. Die Taten hätten sich in einer Phase ereignet, in der Brands Popularität stark gestiegen sei. Die Gefühle der Frauen hätten ihn nicht interessiert. „Was für ihn an erster Stelle stand, war sein unstillbares Verlangen, das zu bekommen, was er wollte, und von wem auch immer er es wollte.“

Berühmtheit für sexuelle Kontakte ausgenutzt

Russell Brand lebte zeitweise in den USA. Früher war er mit der 42-jährigen Popsängerin Katy Perry verheiratet; nach nur 14 Monaten gab das Paar die Trennung bekannt. Bekannt wurde Brand durch seine oft provokanten Auftritte als Stand-up-Comedian sowie als Radio- und Fernsehmoderator bei der BBC und MTV. Mit Rollen in Filmen wie „Nie wieder Sex mit der Ex“ (2008) gelang ihm der Sprung ins internationale Kino.

Bereits zuvor hatte Brand unter anderem wegen Drogenkonsums für Schlagzeilen gesorgt. Vor Gericht räumte er zudem ein, früher von Sex besessen gewesen zu sein. Seine Popularität habe es ihm leicht gemacht, sexuelle Kontakte zu knüpfen. Rückblickend halte er dieses Verhalten für falsch. (dpa/red)