Abo

Bei SilvesterpartyMehrere Dutzende Tote bei Explosion in Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana

2 min
In dieser Bar in Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einer Explosion.

In dieser Bar in Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einer Explosion.

Bei einer Explosion und einem Brand in einer Bar in der Schweiz hat es in der Silvesternacht viele Tote und Verletzte gegeben.

Bei einer Explosion in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana im Kanton Wallis sind nach Angaben der Polizei mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 seien bei der Silvesterparty zum Großteil schwer verletzt worden, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus.

Dem Sprecher zufolge ereignete sich die Explosion gegen 01.30 Uhr in der bei Touristen beliebten Bar „Le Constellation“, wo die Gäste den Beginn des neuen Jahres feierten. Auf von Schweizer Medien verbreiteten Bildern waren ein brennendes Gebäude und Rettungskräfte zu sehen.

Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich mehr als hundert Menschen in dem Lokal auf, wie die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter Berufung auf den Polizeisprecher berichtete. Vor Ort waren Polizei und Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzwagen und Hubschraubern. Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Am Morgen sei die Lage unter Kontrolle gewesen, sagte ein Polizeisprecher Medienvertretern.

Crans-Montana ist mondäner Skiort

Crans-Montana liegt im Kanton Wallis und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar finden dort auch Rennen des Ski Weltcups statt.

Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2.600 Hotelbetten, davon acht in der Luxuskategorie, und hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf, rund 180 Kilometer nordwestlich. (afp/dpa)