Noch bevor die offiziellen Daten des Ortungssenders veröffentlicht wurden, sind erste Daten durchgesickert.
Nach FreilassungTrackerdaten verraten: So tief ist Wal „Timmy“ wohl noch getaucht

Wartet am Strand von Anholt auf seine Obduktion: der tote Wal „Timmy“.
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Der Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals wurde am Samstag (30. Mai) nach ein paar Fehlversuchen an den Strand der dänischen Insel Anholt gezogen. Am Donnerstag soll die geplante Obduktion an dem Meeressäuger stattfinden. Dann soll endlich Klarheit darüber herrschen, woran der Wal gestorben ist.
Aufschluss darüber, was mit „Timmy“ seit seiner Freilassung am 2. Mai geschehen ist, könnte ein Ortungssender geben. Die dänischen Behörden besitzen das Gerät seit mehr als zwei Wochen. Inzwischen sind erste Daten des Trackers durchgesickert.
Toter Buckelwal „Timmy“ liegt am Strand – Obduktion am Donnerstag
Nach Angaben von Jeffrey Foster, einem Mitglied des Rettungsteams, handelt es sich dabei um ein Modell vom Typ Splash 10-F-296 des Herstellers Wildlife Computers. Der Tracker könne nach Herstellerangaben über einen Zeitraum von 490 Tagen Daten senden und speichern – darunter Positionsdaten und Angaben zur Tauchtiefe.
Gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärte Foster weiter, ihm lägen entsprechende Auswertungen bereits vor. Demnach sei „Timmy“ einmal bis in eine Tiefe von 150 Metern und mehrfach auf rund 50 Meter abgetaucht. Seit seiner Freilassung am 2. Mai habe er zudem mehr als 240 Kilometer bis zu seinem endgültigen Tod zurückgelegt.
Toter Wal „Timmy“: Erste Trackerdaten veröffentlicht
Der ehemals am Wal befestigte Sender soll demnächst an Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium übergeben und ausgewertet werden. „Der Tracker wird gerade aus Dänemark abgeholt und dann an uns ausgehändigt“, hieß es vom Ministerium. „Anschließend sollen die Daten ausgewertet werden.“ Wie lange das dauern werde, sei unklar.

Die dänische Umweltschutzbehörde und das dänische Strandungsnetzwerk warnen auf einem Schild am Strand der dänischen Insel Anholt davor, sich dem toten Wal zu nähern.
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Im nächsten Schritt steht eine für Donnerstag geplante Untersuchung an. „Die Obduktion wird am Nachmittag beginnen und etwa sechs Stunden dauern“, sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung am Sonntag.
Die wochenlange Odyssee des Wals „Timmy” vor der deutschen Ostseeküste nahm ein tragisches Ende. Zwar gelang es einer privaten Rettungsinitiative Mitte April noch, das mehrfach gestrandete Tier einzufangen und ins offene Meer zu schleppen, doch nur einen Monat später wurde sein Kadaver vor Dänemark gefunden. (mbr)
