Bei einem schweren Lawinenunglück auf der Zugspitze konnte ein 19-jähriger Alpinist nur noch tot geborgen werden.
Lawine an der ZugspitzeDeutscher Teenager stirbt trotz großer Suchaktion

Ein Alpinist geht zwischen Zugspitze und Alpspitze. (Symbobild)
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Laut ORF ist am Samstagvormittag auf der österreichischen Zugspitze ein 19-jähriger deutscher Alpinist ums Leben gekommen. Der junge Mann aus Baden-Württemberg wurde im Bereich des Klettersteigs „Stopselzieher“ von einer Lawine erfasst und rund 350 Meter über steiles, felsiges Gelände mitgerissen. Sein 21-jähriger Begleiter war am Stahlseil gesichert und blieb unverletzt.
Wie die Leitstelle Tirol dem ORF mitteilte, hatte der Ältere den Notruf abgesetzt, nachdem er seinen Kameraden aus den Schneemassen nicht mehr wahrnehmen konnte. Mehrere Hubschrauber, Bergretter aus Ehrwald, Lermoos und Grainau sowie eine Hundestaffel suchten nach dem Vermissten. Er wurde schwer verletzt geborgen, starb jedoch kurz darauf noch am Berg. In Tirol galt am Samstag verbreitet mäßige Lawinengefahr (Stufe 2).
Frühere Unfälle 2025 im Bereich Zugspitze
- 9. April 2025: Ein kanadischer Student kehrte von einer Bergtour ins Höllental nicht zurück. Seine Vermieterin alarmierte die Bergrettung, die Leiche wurde am nächsten Tag nahe der Höllentaleingangshütte gefunden.
- 4. Juli 2025: Ein Bergsteiger stürzte auf dem Höllentalferner in eine Gletscherspalte und blieb dort kopfüber stecken. Er konnte von der Bergwacht lebend geborgen werden, erlitt jedoch Verletzungen.
- 20. Juli 2025: Mehrere Bergsteiger gerieten im Zugspitzgebiet in ein plötzliches Unwetter. Zahlreiche Personen mussten wegen Unterkühlung und Erschöpfung per Hubschrauber oder zu Fuß ins Tal gebracht werden.
- 13. August 2025: Eine 49-jährige Frau stürzte im Bereich des Reintals unterhalb der Zugspitze über einen Wasserfall und wurde tödlich verletzt. Ihr 48-jähriger Ehemann stürzte ebenfalls, konnte aber nicht mehr helfen.
- 19. August 2025: Ein 61-jähriger Mann stürzte am Jubiläumsgrat, einem anspruchsvollen Grat zwischen Zugspitze und Alpspitze, mehrere hundert Meter in die Tiefe und verstarb an den Folgen des Sturzes.
- Spätsommer 2025: Bergwacht-Einsätze wegen Überforderung oder mangelhafter Ausrüstung, unter anderem im Reintal und Höllental. Betroffene kamen nicht selbstständig weiter, blieben jedoch unverletzt oder nur leicht verletzt. (jag)

