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Nordirland-ProtokollEU-Botschafter werden wegen Brexit zu einem Sondertreffen einberufen

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Ein Straßenschild mit der Aufschrift «Willkommen in Nordirland» steht am Straßenrand an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland.

Im Brexit-Streit zwischen EU und Großbritannien geht es unter anderem um eine Zollgrenze in der Irischen See.

Bei dem Sondertreffen der EU-Botschafter soll vermutlich auch über einen Verlauf der Zollgrenze in der Irischen See entschieden werden.

Die Anzeichen auf eine Einigung im Brexit-Streit zwischen Großbritannien und der EU verdichten sich. Für diesen Montagnachmittag wurden die EU-Botschafter in Brüssel zu einem Sondertreffen einberufen, wie die schwedische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Dort dürfte der zuständige EU-Kommissionsvize Maros Sevcovic die Botschafter über Gespräche zwischen Kommissionschefin Ursula von der Leyen und dem britischen Premier Rishi Sunak unterrichten. Am Vortag war mitgeteilt worden, dass beide beschlossen hätten, persönlich weiter an praktischen Lösungen für das sogenannte Nordirland-Protokoll zu arbeiten.

Bei dem Treffen wird eine Einigung über das Nordirland-Protokoll erwartet

Erwartet wird, dass bei dem Treffen an diesem Montag eine Einigung in dem langen Streit verkündet wird. Das Nordirland-Protokoll ist Teil des Brexit-Vertrags über den britischen EU-Austritt. Es sieht vor, dass die Zollgrenze zwischen Großbritannien und der EU in der Irischen See verläuft. Damit sollte verhindert werden, dass Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland eingeführt werden müssen.

Sonst wurde mit einem Wiederaufflammen des Konflikts um eine Vereinigung der beiden Teile Irlands gerechnet. Doch die Kontrollen sorgen auch für Schwierigkeiten im innerbritischen Handel, und die protestantischen Anhänger der Union in Nordirland fühlen sich von Großbritannien abgeschnitten. London wollte den Vertrag deshalb nachverhandeln. (dpa)