Immer wieder nimmt Donald Trump den Inselstaat verbal ins Visier. Nun berichtet der US-Sender CBS News über Vorbereitungen im Hintergrund.
Brisanter Bericht nach UN-EklatNimmt Donald Trump jetzt Kuba ins Visier?

US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
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Die US-Armee bereitet im Hintergrund mögliche Militäreinsätze im Umfeld von Kuba vor. Das berichtet der US-Sender CBS News unter Berufung auf eine interne Mitteilung. Die Reserve der US-Armee prüft demnach derzeit, ob sie dem Südkommando in den kommenden Monaten Unterstützungseinheiten zur Verfügung stellen kann. Nach Angaben von anonymen US-Regierungsmitarbeitern zielen die Pläne auf den Inselstaat ab, auch wenn Kuba in der Mitteilung nicht explizit genannt wird.
In dem Dokument, das der US-Sender einsehen konnte, wird nach der Verfügbarkeit von sechs Arten von Verbänden gefragt, die dem Südkommando unterstellt werden könnten. Als möglicher Zeitraum werden 90 bis 120 Tage genannt. Zu den angefragten Einheiten gehören unter anderem ein Pionierbataillon, mehrere Logistikverbände, eine Sanitätsbrigade sowie eine Militärpolizeibrigade.
US-Armee kommentiert Bericht über Kuba-Pläne nicht
Wie viele Soldaten benötigt würden, wo sie eingesetzt werden könnten und welche Aufgabe sie übernehmen sollten, geht aus dem internen Papier der US-Armee nicht hervor. Hinweise auf einen erteilten Einsatzbefehl gibt es laut CBS News nicht. Das Südkommando erklärte dem US-Sender, es kommentiere aus Gründen der Operationssicherheit keine möglichen Truppenbewegungen oder Zeitpläne. Der militärische Bedarf werde laufend geprüft, hieß es lediglich.
CBS News zufolge haben die US-Streitkräfte zuvor bereits die Seewege rund um Kuba analysiert. Auch Teile der Luftwaffe seien im Sommer zwischenzeitlich in erhöhte Bereitschaft versetzt worden, berichtet der US‑Sender. Einen Einsatzbefehl habe es jedoch auch damals nicht gegeben.
Zugleich erhöht die Trump-Regierung zuletzt den wirtschaftlichen und politischen Druck auf Havanna. US-Präsident Donald Trump sagte vor der UN-Generalversammlung in dieser Woche, seine Regierung strebe einen grundlegenden Wandel auf der Insel an – und sorgte so für einen Eklat. In seiner Rede bezeichnete Trump Kuba als „absolut gescheiterten Staat“ und kündigte an: „Es wird fallen.“ Die kubanische Delegation verließ daraufhin aus Protest den Saal.
Eklat bei UN-Generalversammlung und deutliche Worte in Richtung Kuba
Auch Tommy Pigott, Sprecher von US-Außenminister Marco Rubio, fand auf der Plattform X in dieser Woche deutliche Worte für Kuba. „Das kubanische Regime ist selbst für die humanitäre Krise auf der Insel mit seinen unfähigen politischen Maßnahmen verantwortlich“, erklärte der Sprecher und fügte hinzu: „Wir wollen ein Kuba sehen, in dem Kubaner frei, glücklich und wohlhabend sein können.“
Unterstützung für einen möglichen Militäreinsatz kommt unterdessen aus den Reihen der Republikaner. Der kubanoamerikanische Abgeordnete Carlos Gimenez sprach sich bei X für ein hartes Vorgehen gegenüber der kubanischen Regierung aus. „Kuba ist als Nächstes dran!“, schrieb Gimenez in dem sozialen Netzwerk. „Als einziges Mitglied des Kongresses kubanischer Herkunft unterstütze ich uneingeschränkt alle Bemühungen, das kommunistische Regime in Havanna zu zerstören und diese Verbrecher auf den Misthaufen der Geschichte zu verbannen!“
Donald Trump über Kuba: „Ich glaube, ich könnte alles tun, was ich will“
Trump hat unterdessen bereits in der Vergangenheit keinen Hehl aus seinen Plänen für Kuba gemacht. Bereits im März äußerte sich der US-Präsident deutlich zu seinen Absichten bezüglich des Nachbarstaates. „Kuba in irgendeiner Form einnehmen, ja“, erklärte Trump damals und fügte hinzu: „Ob ich es befreie oder einnehme – ich glaube, ich könnte alles tun, was ich will, wenn Sie die Wahrheit wissen wollen.“ Kurz darauf erklärte der Republikaner: „Kuba wird als Nächstes dran sein.“
Die kubanische Führung hat unterdessen angekündigt, sich gegen einen möglichen US-Angriff zur Wehr setzen zu wollen. „Die US-Regierung ist nicht in der Lage zu akzeptieren, dass Kuba ein souveränes und unabhängiges Land ist und das Recht hat, eines zu sein. Keine der Lügen des US-Präsidenten bei den UN kann diese Tatsache leugnen“, betonte der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez nach Trumps Rede vor der UN‑Generalversammlung.
Kuba stelle für kein Land eine Bedrohung dar, betonte der Außenminister auf der Plattform X und bezeichnete die amerikanische Wirtschaftsblockade gegen sein Land als einen „Akt des Völkermords und der kollektiven Bestrafung“. Kuba sei „ein Land des Friedens und wir verdienen Frieden“, fügte Rodriguez hinzu.

