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In SpezialeinheitBundeswehr-Soldat bricht bei Sportübung plötzlich zusammen – tot

2 min
Das deutsche Nationalitätsabzeichen ist auf dem Tarnanzug eines Teilnehmers einer Truppenübung in der Oberlausitz aufgebracht.

Ein junger Bundeswehr-Rekrut ist gestorben. (Symbolbild)

Ein 23 Jahre alter Bundeswehr-Rekrut ist wenige Tage nach seinem Dienstantritt bei den Mittenwalder Gebirgsjägern zusammengebrochen und später im Krankenhaus gestorben.

Ein 23 Jahre alter Rekrut der Bundeswehr ist wenige Tage nach seinem Dienstantritt bei den Mittenwalder Gebirgsjägern während einer Sportausbildung zusammengebrochen und gestorben. Nach Angaben der Bundeswehr erlitt der Mann einen Schwächeanfall.

Sanitätsdienstlich qualifizierte Ausbilder leisteten dem Rekruten demnach umgehend Erste Hilfe und überwachten seinen Zustand. Anschließend wurde er in das Sanitätszentrum der Edelweiß-Kaserne in Mittenwald gebracht und dort reanimiert. Danach kam er in ein ziviles Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen. Dort starb der Mann im Beisein seiner Angehörigen.

Gebirgsjäger-Rekrut stirbt bei Sportausbildung

Die Ausbildung bei den Gebirgsjägern gilt als körperlich besonders anspruchsvoll. Viele Rekruten verfügen über den höchsten Tauglichkeitsgrad T1. Die Umstände des Vorfalls würden mit Nachdruck und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden untersucht, teilte die Bundeswehr beziehungsweise die Gebirgsjägerbrigade 23 mit. Das psychosoziale Netzwerk der Bundeswehr stehe den Angehörigen sowie den betroffenen Soldatinnen und Soldaten zur Seite.

Bundeswehr-Kaserne wiederholt in den Schlagzeilen

Die Edelweiß-Kaserne war in der Vergangenheit wiederholt wegen Vorfällen in die Schlagzeilen geraten. 2010 wurde bekannt, dass Rekruten bei ihrer Aufnahme teils erniedrigende und ekelerregende Rituale, sogenannte „Fuxtests“, absolvieren mussten. Medienberichten zufolge wurden junge Soldaten unter anderem dazu gedrängt, rohe Schweineleber zu essen und Alkohol bis zum Erbrechen zu trinken. Die Bundeswehr löste daraufhin die Führung des Hochgebirgsjägerzuges vollständig ab.

Bereits 2006 waren Mittenwalder Gebirgsjäger in die Kritik geraten. Nach einem Einsatz in Afghanistan waren Fotos aufgetaucht, die Soldaten mit menschlichen Gebeinen posierend zeigten. (dpa/red)