Zwei AfD-Politiker und Burschenschaftler treten an diesem Samstag mit Klingen gegeneinander an. Einer der Kontrahenten in der sogenannten Mensur ist der Kölner AfD-Ratsherr Matthias Büschges, der dies auf Nachfrage dieser Redaktion bestätigte. Zuerst berichtete das Nachrichtenportal t-online.
Bereits im Juli forderte Büschges den Düsseldorfer AfD-Ratsherrn Jeremy Franosch am Rande der Aufstellungsversammlung der AfD NRW für die Landtagswahl 2027, wie Franosch t-online bestätigte. „Über die Motivation von Herrn Büschges, dies zu tun, kann ich mir kein abschließendes Urteil erlauben“, sagte er. Als „Burschenschafter und Waffenstudent“ liege es ihm jedoch fern, politische Konflikte über eine Mensur zu lösen. „Dafür gibt es schließlich Parteitage, die in meiner Partei wesentlich kräftezehrender sind als jede Fechtpartie“, so Franosch. Im harten Lagerkampf der AfD stehen die beiden Politiker auf entgegengesetzten Seiten.
Austragungsort ist das Verbindungshaus der Alten Halleschen Burschenschaft Rhenania-Salingia in Düsseldorf, in der Franosch als „Alter Herr“ Mitglied ist. Büschges gehört der Kölner Burschenschaft Alemannia an. Er bestritt im Gespräch einen politischen Hintergrund des Duells. „Es ist eine private und rein sportliche Angelegenheit“, sagte er dieser Redaktion.
Sogenannte Ehrenhändel – Duelle zur Beilegung von Ehrstreitigkeiten – sind deutschen Burschenschaften seit Langem verboten. Der AfD-Landesvorsitzende Martin Vincentz teilte t-online mit, er unterstütze das Vorhaben nicht. „Politik heißt friedliche Lösungen und intellektuelles Kreuzen der Klingen“, sagte er. (lhe/red)

