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Forscher ziehen Cannabis-BilanzStudie sieht erste Erfolge, aber auch Korrekturbedarf

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Cannabis-Legalisierung

Forscher legen einen Zwischenbericht nach zwei Jahren Teillegalisierung vor. (Archivbild)

Eine wissenschaftliche Analyse zieht zwei Jahre nach der Teil-Legalisierung von Cannabis eine zwiespältige Bilanz. Der illegale Handel geht zurück, doch es gibt auch bedenkliche Entwicklungen.

Zwei Jahre, nachdem Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert wurde, liegt nun ein wissenschaftlicher Zwischenbericht mit einer gemischten Bilanz vor. Wie die dpa meldet, zeigt eine Auswertung von Experten der Universitäten Düsseldorf, Hamburg und Tübingen, dass Konsumenten die Droge immer häufiger über legale Wege beziehen. Der Schwarzmarkt werde zudem den Anzeichen nach „langsam durch legale Angebote verdrängt“.

Die nicht-kommerziellen Anbauvereinigungen, deren Gründung seit April 2024 gestattet ist, haben laut den Wissenschaftlern bisher nur eine geringe Bedeutung. Eine Schwächung der Organisierten Kriminalität in diesem Sektor sei aus den bisherigen Daten allerdings noch nicht ersichtlich.

Hoher Wirkstoffgehalt und Defizite bei der Prävention in der Kritik

Die zweite Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) führt jedoch ebenfalls mehrere Kritikpunkte an. So werde für therapeutische Zwecke des Öfteren Medizinalcannabis mit einem zu starken Wirkstoffgehalt verschrieben, was ein gesteigertes Gesundheitsrisiko bedeute. Zugleich seien frühzeitige Interventionen zur Suchtprävention für Kinder und Jugendliche seltener geworden. Die Polizei äußert zudem Bedenken hinsichtlich der Verfolgung des fortbestehenden illegalen Handels.

Spitzenposition Deutschlands beim medizinischen Cannabis

Der Gesetzgeber habe in Deutschland „den größten prinzipiell legal-kommerziellen Markt“ für medizinisches Cannabis in Europa geschaffen. Dies erklärte Jakob Manthey, Suchtforscher am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Koordinator des Forschungsprojekts. Er berichtete, dass 2025 200 Tonnen an medizinischem Cannabis legal-kommerziell importiert worden seien. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.