Abgeordnete der Linken im Bundestag sind Opfer einer massiven Attacke auf ihre Mail-Postfächer geworden. Diese wurden nach Angaben aus Parlamentskreisen durch tausende E-Mails geflutet und lahmgelegt. Sie konnten nicht mehr benutzt werden. Die Rede war von einem „Spam-Bombing-Angriff“. Die E-Mails kamen den Angaben zufolge von unterschiedlichen Absendern, hatten unterschiedliche Betreffs und waren in unterschiedlichen Sprachen geschrieben.
Betroffen waren nur Abgeordnete der Linken. Im Mailverkehr des Bundestags insgesamt kam es lediglich zu Verzögerungen, da die Server genügend Kapazitäten haben. Die geschädigten Abgeordneten erhielten inzwischen Anleitungen, wie sie die massenhaften E-Mails filtern können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde eingeschaltet.
Die Cyberattacke hat den Angaben zufolge nichts mit dem möglichen Angriff mit Spähsoftware auf iPhones von Regierungsmitgliedern und Abgeordneten zu tun. Davor hatte der Apple-Konzern gewarnt. (dpa)

