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Nach Trumps WahldesasterElon Musk sitzt plötzlich in der Klemme – das droht dem Milliardär

Der reichste Mensch der Welt verlegte seinen Wohnsitz und sein Unternehmen nach Texas, um den Demokraten zu entgehen. Das hat sich durch die Midterm-Wahlen nun geändert.

Elon Musk macht nach den Midterms in den USA einen niedergeschlagenen Eindruck.

Elon Musk macht nach den Midterms in den USA einen niedergeschlagenen Eindruck.

In den vergangenen Jahren hat Elon Musk seinen Wohnsitz sowie zentrale Geschäftsteile von Tesla, SpaceX und X von Kalifornien nach Texas verlegt. Dieser Schritt galt als bewusste Abkehr von dem, was er als übermäßige demokratische Regulierung und linke Politik bezeichnete.

Nun sieht sich der reichste Mensch der Welt in seinem neuen Heimatstaat erneut mit einer demokratischen Regierung konfrontiert, nachdem die Demokraten bei den Midterms überwältigende Siege eingefahren haben. Bei den US-Zwischenwahlen im Jahr 2026 errangen die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses.

Elon Musk zittert in Texas um seine Zukunft

In Texas konnte sich Gina Hinojosa gegen den amtierenden Gouverneur Greg Abbott durchsetzen. Damit wird sie die erste demokratische Gouverneurin des Bundesstaates seit mehr als drei Jahrzehnten. Der politische Wandel trifft Elon Musk besonders hart, da er sich für Texas als wirtschaftsfreundlichen und republikanisch geprägten Standort entschieden hatte.

Im abgelaufenen Wahlkampf hatte Musk fast 500 Millionen Dollar in republikanische Kandidaten und Kampagnen investiert, darunter in Abbott und den Senatskandidaten Ken Paxton. Viele der von ihm geförderten Bewerber unterlagen.

Elon Musk reagiert sarkastisch auf Wahlniederlage von Donald Trump

Auf der Plattform X kommentierte er das schlechte Ergebnis für Donald Trump sarkastisch und spielte dabei auf „Wahlbeeinflussungs-Laser aus dem All“ an. In einem weiteren Beitrag schrieb er, dass Rechenzentren im Weltraum derzeit besonders attraktiv wirkten.

Die neue Führung in Texas signalisiert eine kritischere Haltung gegenüber großen Technologieprojekten. So hat sich Hinojosa für einen vorübergehenden Stopp neuer Rechenzentren ausgesprochen, bis stärkere Schutzregeln für Gemeinden und die Stromversorgung gelten.

US-Präsident Donald Trump und Elon Musk

Stehen sich nahe: US-Präsident Donald Trump und Elon Musk (r.)

Elon Musk drohen in Texas weitreichende Konsequenzen

Auch steuerliche Vergünstigungen und mögliche Landverkäufe an SpaceX, beispielsweise eines Küstenparks in Südtexas, stoßen auf Widerstand. Im Wahlkampf erklärte die Gouverneurin: „Texas steht nicht zum Verkauf.“

Analysten erwarten zudem eine intensivere Prüfung der staatlichen Verträge und Subventionen für Musks Unternehmen auf Bundes- und Landesebene. SpaceX ist zwar weiterhin ein wichtiger Partner in den Bereichen Raumfahrt und Verteidigung, doch die politischen Rahmenbedingungen in Austin und Washington haben sich spürbar verändert.

Musks Strategie, durch den Umzug nach Texas politische und regulatorische Spielräume zu gewinnen, sieht sich somit einer neuen Realität gegenüber. Die Unternehmen bleiben vorerst im „Lone Star State”, müssen sich jedoch auf ein verändertes Klima einstellen. (mbr)