Athen – In Griechenland ist eine Fälscherbande ausgehoben worden, die in großem Stil Pass- und Reisedokumente für die Weiterreise von Flüchtlingen und Migranten verkauft haben soll. Zwei aus Syrien und ein aus Irak stammende mutmaßliche Mitglieder der Bande wurden im Zentrum Athens festgenommen, teilte die Polizei am Samstag mit.
Es seien mehr als 300 gefälschte oder entwendete Pässe, Personalausweise und Führerscheine aus verschiedenen Staaten - darunter auch aus Deutschland - sichergestellt worden. In den vergangenen Monaten waren Hunderte Migranten in Griechenland und in Deutschland beim Versuch festgenommen worden, mit gefälschten Reisedokumenten an Bord von Flugzeugen oder Fähren nach Mitteleuropa zu reisen.

Einige der konfiszierten Pässe.
Copyright: Griechische Polizei
Die Bande soll Pässe für 800 Euro bis 1200 Euro, Personalausweise und Führerscheine für 150 Euro bis 500 Euro verkauft haben. Nach weiteren Mitgliedern der Bande wird noch gefahndet, hieß es. (dpa)
