Athen – Die Zahl der in Griechenland eintreffenden Migranten bleibt weiterhin hoch. Vor der kleinen griechischen Insel Farmakonisi griff die griechische Küstenwache nach eigenen Angaben vom Sonntag innerhalb von 24 Stunden 85 Migranten auf.
Mutmaßliche Schleuser festgenommen
Auf den Inseln Samos, Kos und Lesbos seien 89 Menschen angekommen. Weitere 37 seien vor der Hafenstadt Alexandroupolis an der Grenze zur Türkei aufgegriffen worden, wie die Küstenwache am Sonntag mitteilte.Im Westen Griechenlands hatte die Küstenwache schon am Freitag an Bord von zwei Jachten insgesamt 60 Migranten angetroffen, die allen Anzeichen nach auf dem Weg nach Italien waren. Es seien drei mutmaßliche Schleuser festgenommen worden. Mit Hilfe von Schleusern versuchen Migranten, nach Italien zu kommen, weil die Balkanroute weitgehend geschlossen ist.
Mehr Menschen übergesetzt als im Vorjahr
Um die restlos überfüllten Registrierzentren auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis zu entlasten, sollten am Sonntagabend 570 Migranten an Bord einer Fähre aus Lesbos zum griechischen Festland gebracht werden. Danach sollten sie in einem Lager in Nordgriechenland untergebracht werden, berichtete der Staatsrundfunk (ERT). Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben in den ersten neun Monaten des Jahres bereits mehr Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln übergesetzt (35 848) als im ganzen Vorjahr (2018: 32 494). (dpa)
