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Nach HackerangriffAngebliche Mails könnten Weidel belasten – AfD schweigt

In von Hackern erbeuteten AfD-Mails soll es Berichten zufolge auch um einen Spendenfall gehen, der juristisch abgeschlossen ist.

AfD-Chefin Alice Weidel. Mehrere Medien berichteten über interne Kommunikation zu einer Parteispende. (Archivbild)

AfD-Chefin Alice Weidel. Mehrere Medien berichteten über interne Kommunikation zu einer Parteispende. (Archivbild)

Die AfD hat angesichts neuer Medienberichte über bei einem Hackerangriff auf die Partei erbeutete E-Mails bekräftigt, sich nicht inhaltlich dazu äußern zu wollen. Die Partei verwies auf Anfrage auf ihre „eindeutige Positionierung“ in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Darin hatte die AfD festgestellt, es würden Inhalte veröffentlicht, „die angeblich von dem digitalen Angriff auf AfD-Konten stammen“. Da die Daten illegal kopiert worden seien, werde die Partei keine Fragen dazu beantworten, „ob ein vermeintlicher Leak-Inhalt echt oder gefälscht ist“. Man appelliere „eindringlich an alle, dass sie Inhalte, die dem Daten-Diebstahl zugeordnet werden, weder nutzen noch verbreiten“.

Datensatz mit zahlreichen Mails veröffentlicht

Unbekannte hatten zuvor im Internet nach eigenen Angaben Daten veröffentlicht, bei denen es sich um rund 421.000 AfD-E-Mails handeln soll. Ob diese authentisch sind oder nicht, ist unklar. Die AfD teilte mit, sie werde eng mit den staatlichen Stellen zusammenarbeiten, um die zur Rechenschaft zu ziehen, „die unsere Partei digital angegriffen und Daten gestohlen haben“.

Mehrere Medien berichteten nun auf Grundlage der geleakten Unterlagen über interne Kommunikation zu einer Parteispende aus dem Jahr 2017 für den Bundestagswahlkampf der damaligen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel.

Berichte: Offizielle Darstellung Weidels weicht ab

WDR und NDR sowie ZDF und der „Spiegel“ zitieren aus Mails mit Weidels Absenderkennung, die demnach nahelegen, dass die damalige offizielle Darstellung Weidels von dem abweicht, was sie tatsächlich über den Sachverhalt wusste.

Die Spende aus der Schweiz in Höhe von rund 132.000 Euro war vor dem Bundestagswahlkampf 2017 auf dem Konto von Weidels Kreisverband Bodenseekreis in mehreren Tranchen eingegangen. Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal. Die Partei musste rund 396.000 Euro Strafe zahlen.

Zu den Berichten äußerte sich die AfD auf dpa-Anfrage nicht konkret. WDR und NDR zitierten Weidels Sprecher mit den Worten, dass sie „keine ihrer Aussagen in der Causa Spenden KV Bodenseekreis revidiert“. (dpa)