Die Wiener Polizei ist wegen einer möglichen terroristischen Bedrohung in der österreichischen Hauptstadt in Alarmbereitschaft.
Polizei in AlarmbereitschaftHinweise auf islamistischen Anschlagsplan in Wien

Blick vom Nordturm des Stephansdoms auf Wien. (Symbolbild)
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Die Wiener Polizei warnt vor einem möglichen islamistischen Anschlag in der Stadt. Aufgrund einer Gefährdungseinschätzung sei als Vorsichtsmaßnahme eine verstärkte Überwachung und Bewachung neuralgischer Orte bzw. Objekte in der österreichischen Hauptstadt angeordnet worden, teilte die Polizei am Mittwoch auf Twitter mit.
Hierzu seien im öffentlichen Raum uniformierte Polizeikräfte, auch von Sonderkommandos, im Einsatz. Die Dauer des verstärkten Objektschutzes sei noch nicht abschätzbar.
Die „Kronenzeitung“ berichtete Mittwochvormittag online über Geheimdienst-Hinweise, wonach koptische Kirchen in Wien Ziel von Anschlägen werden könnten. Offenbar soll eine nicht nähere definierte syrische Gruppe ihren Landsleuten drohen.
Gefahrenlage nicht so evident, dass Kirchen geschlossen werden müssten
Der Wiener Dompfarrer Toni Faber bestätigte Mittwochvormittag gegenüber der Presseagentur Kathpress, man wisse um eine Gefahrenlage. Nähere Details könne er dazu aber nicht nennen. Er sei der Polizei bzw. den Sicherheitsbehörden dankbar, „dass sie die Lage im Griff haben und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben“.
Michael Prüller, Sprecher der Erzdiözese Wien, erklärte gegenüber Kathpress, man stehe mit der Polizei im Austausch. Die Gefahrenlage sei nicht so evident, dass Kirchen geschlossen werden müssten. Die Behörden hätten die Lage unter Kontrolle.
Im November 2020 hatte ein vorbestrafter Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat im Wiener Stadtzentrum vier Passanten erschossen und 23 Menschen teils schwer verletzt. Im Zuge der Aufarbeitung des Attentats wurde der Verfassungsschutz reformiert. (kna/dpa)