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Gewaltakt in KiewKlitschko berichtet von Blutbad – Täter nach Flucht erschossen

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Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, beim Interview.

Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, beim Interview. (Archivbild)

Laut Nachrichtenagenturen hat es in Kiew ein Blutbad gegeben.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat sich am Samstag ein folgenschweres Verbrechen ereignet. Ein bewaffneter Mann eröffnete im Stadtbezirk Holossijiwskyj das Feuer auf Passanten und verschanzte sich anschließend in einem Supermarkt.

Bürgermeister Vitali Klitschko äußert sich

Wie der Nachrichtensender Euronews unter Berufung auf den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, forderte die Tat mindestens sechs Todesopfer. Zehn weitere Personen wurden teils schwer verletzt, darunter ein Kind, das zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus transportiert werden musste.

Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums kam es nach dem Eintreffen der Sicherheitskräfte zu einer Geiselnahme innerhalb des Geschäfts. Spezialeinheiten der Polizei umstellten das Gebäude und versuchten etwa 40 Minuten lang, durch Verhandlungen eine friedliche Aufgabe des Täters zu erwirken.

Angreifer bei Einsatz erschossen

Innenminister Ihor Klymenko erklärte später, dass die Kontaktaufnahme gescheitert sei. Daraufhin stürmten taktische Einheiten den Supermarkt. Der Angreifer leistete bei dem Zugriff Widerstand und wurde von den Einsatzkräften erschossen. Im Zuge der Operation konnten vier Geiseln gerettet werden.

Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft. Bei dem Schützen soll es sich um einen 58-jährigen Mann handeln, der gebürtig aus Moskau stammt. Medienberichten zufolge besaß er die ukrainische Staatsbürgerschaft und lebte vor seinem Umzug nach Kiew in der ostukrainischen Stadt Bachmut.

Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Tod des Angreifers und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Über das Portal „X“ teilte er mit, dass die Umstände der Tat derzeit umfassend aufgearbeitet werden. 

Unter den Todesopfern befindet sich laut Klitschko auch eine junge Frau, die ihren Verletzungen erst später in einer Klinik erlag. Die medizinische Versorgung der Verletzten dauert an. Die Behörden machten bislang keine offiziellen Angaben zu einem möglichen Motiv des Täters. (jag)