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Kommentar zu HartmannDiesem Rückzug gebührt großer Respekt

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Hartmann Sebastian dpa

Sebastian Hartmann von der SPD.

Der Druck war seit Wochen groß. Viele in der SPD haben sich gefragt, wie lange der Parteivorsitzende Sebastian Hartmann die Verletzungen, die ihm aus den eigenen Reihen zugefügt wurden, noch aushalten würde. Jetzt hat der Bundestagsabgeordnete aus Bornheim einen Schlussstrich gezogen. Hartmann wird beim Parteitag im März nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. Nach nur zweieinhalb Jahren im Amt wirft der 43-Jährige die Brocken hin. Ein Rückzug, dem großer Respekt gebührt.

Mit seinem Verzicht vermeidet Hartmann, dass die Spaltung der NRW-SPD sich weiter vertieft. Einer Partei, die von Missgunst, Neid und persönlichen Rivalitäten geprägt ist, wird man nicht abnehmen, dass sie für Solidarität, Gerechtigkeit und Fairness steht. Jetzt besteht die Chance für einen Neubeginn. Der ist angesichts des verkorksten Auftritts der Landespartei nach der Abwahl im Jahr 2017 bitter nötig.

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Nun ist die Bahn frei für Thomas Kutschaty, Spitzenkandidat der NRW-SPD zu werden. Der Fraktionschef hatte im Oktober 2020 seinen Hut in den Ring geworfen und den Machtkampf um den Führungsanspruch eskaliert. Damit hat Kutschaty nicht nur Hartmann, sondern auch die SPD-Bundestagsfraktion provoziert, in der der GroKo-Gegner wenig Freunde hat. Jetzt muss er die Partei zusammenführen.

Nur dann besteht eine Chance, dass die SPD zur alter Stärke zurückfindet. Das wird keine leichte Aufgabe. Nicht umsonst wollte von den Berliner SPD-Granden den Spitzenjob in NRW niemand übernehmen.