Das ZDF hat seinen Aufstieg ins Kanzleramt begleitet und zeigt seinen Alltag, der nur so von Luxus protzt. Das gefällt nicht allen.
Luxus-Limousine und StrandkorbMerz' Liebling Philipp Amthor polarisiert in ZDF-Doku

Philipp Amthor und Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) verstehen sich gut.
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In der vierteiligen ZDF-Dokumentation „Inside CDU“ von Steffen Haug und Denise Jacobs wird das Wahljahr 2026 als eine Abfolge von Enttäuschungen für die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz porträtiert. Im zweiten Teil rückt Staatsminister Philipp Amthor, der als Liebling von Merz gilt, ins Zentrum.
Der 33-Jährige sollte eigentlich als einer der wenigen jungen Hoffnungsträger der Union präsentiert werden, doch daraus ist nichts geworden. In den sozialen Medien fällt das ZDF-Publikum ein vernichtendes Urteil über Amthors Auftreten und Gehabe. Das kam alles nicht so gut an.
Philipp Amthor in der ZDF-Doku: Zwischen Karrieresprung und Krisenmahnung
Während die CDU im Wahljahr 2026 eine Niederlagenserie erlebt, macht Amthor Karriere. Parallel zum Wechsel von Carsten Linnemann ins Gesundheitsministerium steigt er ins Kanzleramt auf. „Das ist natürlich auch ein Karrieresprung“, sagt er zufrieden.
Sein Optimismus liege „immer irgendwo zwischen acht und zehn“. Die Kamera zeigt ihn im dunklen Anzug, wie er durch die repräsentativen Flure des Kanzleramts geht, an Porträts früherer Kanzler vorbeikommt und schließlich in seinem pompösen Büro an seinem Schreibtisch Platz nimmt. Im Hintergrund steht eine Luxus-Sitzgruppe von „Cassina Le Corbusier“, die zum Listenpreis von etwa 27.000 € zu haben ist.
Philipp Amthor freut sich wie ein Kind über neuen Strandkorb
Besonders prägend sind auch die Szenen auf seiner neuen Terrasse: Amthor präsentiert dort einen blau-weiß gestreiften Strandkorb und blickt mit einem Gesprächspartner über den Kanzlergarten. Dabei wirkt er entspannt. Vorher fährt Amthor mit der Luxus-Limousine vor.
Diese prunkvollen Bilder haben heftige Debatten ausgelöst. Kritiker sehen darin eine gewisse Abgehobenheit und den Kontrast zwischen den Wahlniederlagen der Partei und dem Regierungsalltag eines jungen Aufsteigers, der in der „heute-show“ vom ZDF schon häufiger zu sehen ist.
Nach der Niederlage in Sachsen-Anhalt wirkte Amthor auf dem Rücksitz eines Luxus-Dienstwagens dann ernster. Sein spitzbübisches Lächeln war verschwunden. „Es geht für die CDU ums Ganze“, sagt er. Die AfD wolle „eine komplette Veränderung des Systems“. Eine Annäherung sei „existenzgefährdend“. In dem ergänzenden Film „Machtbeben“ wiederholt er diese Warnung und fragt, welche AfD eigentlich gemeint sei – die von Weidel, Chrupalla oder Höcke.
Die ZDF-Dokumentation porträtiert Amthor als auskunftsfreudigen und medienerprobten Politiker, der Karriere macht, während seine Partei kämpft. Die Bilder vom Strandkorb und der Limousine stehen im Kontrast zu den ernsten Mahnungen. (mbr)
