Abo

Logistikzentren im VisierRussland meldet Drohnenangriffe auf Warenhäuser

2 min
Langstreckendrohnen des Typs An-196 Ljutyj stehen vor dem Start in einer Reihe an einem ungenannten Ort in der Ukraine. (Symbolfoto)

Langstreckendrohnen des Typs An-196 Ljutyj stehen vor dem Start in einer Reihe an einem ungenannten Ort in der Ukraine. (Symbolfoto)

Der russische Onlinehändler Ozon meldet neue Drohnenangriffe auf Warenhäuser.

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind in Südwestrussland nach Behördenangaben zwei Kinder getötet worden. Sieben weitere Kinder und zwei Erwachsene seien in Krasnodar verletzt worden, als Trümmerteile einer Drohne auf eine Kinderbetreuungseinrichtung gestürzt seien, erklärte Regionalgouverneur Wenjamin Kondratjew am Montagmorgen (24. August) im Onlinedienst Telegram.

Zudem meldetet der zweitgrößte russische Onlinehändler Ozon neue Drohnenangriffe auf seine Warenhäuser. In einem Logistikzentrum in Machatschkala im Süden Russlands sei in Folge des Drohnenangriffs ein Feuer ausgebrochen, teilte Ozon in seinem Onlinedienst mit. „Nach vorläufigen Informationen gibt es mehrere Verletzte“, deren Leben jedoch nicht in Gefahr sei, fügte das Unternehmen hinzu.

Ozon zufolge wurden Warenhäuser in Adygeysk and Newinnomyssk im Süden des Landes „wegen der Bedrohung durch Drohnenangriffe evakuiert“. Es gebe keine Verletzten oder Schäden an den Einrichtungen.

Feuer in Ozon-Logistikzentrum ausgebrochen

Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte am Samstag Angriffe gegen Ozon angekündigt. „Nachdem ukrainische Einheiten die 15 größten Logistikzentren von Wildberries getroffen haben, ist nun Ozon an der Reihe“, erklärte das Ministerium.

Wildberries ist der größte und Ozon der zweitgrößte Online-Marktplatz Russlands. Beide Unternehmen werden wegen ihrer dominierenden Stellung im schnell wachsenden russischen Onlinehandel häufig mit dem US-Konzern Amazon verglichen.

Die Ukraine greift seit Wochen Logistikzentren von Wildberries mit Drohnen an. Kiew begründet die Attacken damit, dass das Unternehmen Komponenten an das russische Militär liefere. Bereits seit Mitte Juli waren zahlreiche Standorte in verschiedenen Teilen Russlands und auf der von Moskau annektierten ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden. (AFP)