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Machtkampf in IstanbulBeliebte Touristen-Attraktion plötzlich geschlossen

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Cisterna Basilica - Istanbul

Die Zisterne in Istanbul wurde vorübergehend geschlossen. (Archivbild)

Die berühmte Cisterna Basilica in Istanbul ist plötzlich geschlossen. Grund ist ein Machtkampf zwischen Regierung und Opposition.

Ein innertürkischer Machtkonflikt wirkt sich jetzt auf eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Istanbuls aus. Die berühmte Cisterna Basilica ist für Besucher, zu denen auch Touristen aus dem Raum Köln zählen, überraschend geschlossen worden. Anlass ist ein Gerichtsurteil, das die Verantwortung für die historische Anlage neu verteilt. Wie die staatliche Agentur Anadolu berichtete, ging die Zuständigkeit von der oppositionell geleiteten Istanbuler Stadtverwaltung an das „Generaldirektorat für Stiftungen“ über. Letzteres ist dem von der AKP kontrollierten Ministerium für Kultur und Tourismus zugeordnet.

Die Schließung der Zisterne erfolgte laut Berichten von Medien während der regulären Öffnungszeiten. Es ist gegenwärtig ungewiss, wann die bei Einheimischen sowie internationalen Besuchern beliebte Attraktion erneut für die Öffentlichkeit geöffnet wird.

Räumung per Gerichtsbeschluss

In der richterlichen Anordnung stand laut Anadolu, dass die Istanbuler Stadtverwaltung das Eigentum der Stiftung „lange Zeit besetzt“ habe. Osman Cenk Akin, der als Geschäftsführer für die städtische Betreiberfirma IBB Kültür AS tätig ist, konterte, sein Unternehmen habe die Immobilie als „Mieter“ geführt. Diese Entscheidung des Gerichts rief scharfe Kritik hervor.

Der Vorgang fügt sich in eine Reihe von Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Regierung und der Opposition ein. Gegenwärtig laufen strafrechtliche Verfahren gegen diverse Angestellte und den früheren Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul. Die Opposition betrachtet diese Maßnahmen als eine politisch motivierte Kampagne der Regierung unter der Führung von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Kostspielige Renovierung durch die Stadtverwaltung

Die Cisterna Basilica, die den Beinamen „Versunkener Palast“ trägt, entstand im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian. Sie wurde als Wasserspeicher für den Großen Palast errichtet. Nach der osmanischen Eroberung von Istanbul versorgte die Anlage auch den nahegelegenen Topkapi-Palast. Die Stadtverwaltung Istanbuls hatte das Bauwerk erst 2022 aufwendig restaurieren und mit einer modernen Lichtshow ausstatten lassen.

Geschäftsführer Akin unterstrich, dass seit der Renovierung 11 Millionen Besucher die Zisterne aufgesucht hätten. Außerdem sei ein stark ermäßigter Eintritt für einheimische Touristen eingeführt worden. Der Standort der Cisterna Basilica ist Sultanahmet, das historische Herz Istanbuls, in direkter Nachbarschaft zur Hagia Sophia. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.