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NRW ist Cannabis-HochburgBundesland hat die meisten Anbauvereine genehmigt

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Cannabis-Anbau

Vereine können seit dem 1. Juli 2024 Anträge für Cannabis-Anbauvereinigungen stellen. (Symbolbild)

Rund zwei Jahre nach der Teillegalisierung sind hunderte Cannabis-Clubs entstanden. NRW ist bei den Anträgen spitze.

Cannabis-Clubs in NRW: Land bei Anträgen und Genehmigungen bundesweit vorn. Rund zwei Jahre nach Inkrafttreten des neuen Cannabis-Gesetzes existieren in Deutschland 413 Anbauvereine. Diese Zahl geht aus einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) hervor, die alle 16 Bundesländer umfasste, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Gemessen an der Bevölkerungsdichte liegt Niedersachsen mit 85 bewilligten Cannabis-Clubs an erster Stelle. Laut der Erhebung führt das Land mit 1,06 genehmigten Vereinen pro 100.000 Einwohner die Rangliste an, worauf Hamburg (0,91) und Brandenburg (0,82) folgen. Bayern bildet mit 0,07 Clubs je 100.000 Einwohner das Schlusslicht. In dem Freistaat wurden neun Vereine zugelassen, von denen drei den Anbau aber wieder aufgegeben haben.

NRW bei Anträgen und Genehmigungen führend

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Anzahl der eingereichten Anträge. Die meisten Gesuche (219) wurden laut dpa-Meldung in Nordrhein-Westfalen verzeichnet. Mit 118 bewilligten Vereinen führt das bevölkerungsreichste Bundesland auch in absoluten Zahlen. Niedersachsen belegt mit 136 Anträgen den zweiten Platz. Die geringste Zahl an Anträgen gab es in Bremen (7) und im Saarland (8). Bundesweit wurden insgesamt 864 Gesuche eingereicht.

Die Abweichung zwischen eingereichten und bewilligten Anträgen entspricht den Angaben zufolge nicht der Zahl der Ablehnungen. Zahlreiche Anträge befinden sich noch im Bearbeitungsprozess, während andere von den Initiatoren zurückgenommen wurden.

Teillegalisierung gilt seit dem 1. April

Die teilweise Freigabe von Cannabis ist in Deutschland seit dem 1. April 2024 in Kraft. Seit diesem Datum ist es erwachsenen Personen gestattet, Cannabis in beschränkten Mengen zu konsumieren und für den Eigenbedarf zu kultivieren. Anträge zur Gründung von Anbauvereinigungen können seit dem 1. Juli 2024 gestellt werden.

Für die Anbauvereine gelten spezifische Auflagen. Sie müssen beispielsweise nachweisen, dass sie Cannabis mit einem limitierten THC-Gehalt kontrolliert und ausschließlich an ihre volljährigen Mitglieder weitergeben. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der psychoaktive Inhaltsstoff der Hanfpflanze. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.