Fast sieben Jahre nach dem Tod der 13-jährigen Emily auf einer Klassenfahrt nach London verhandelt das Düsseldorfer Landgericht an diesem Mittwoch (11.30 Uhr) über eine Schmerzensgeld-Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen. Emilys Vater fordert 125.000 Euro. Mit einer Entscheidung sei am Mittwoch noch nicht zu rechnen, sagte eine Gerichtssprecherin (Az. 2b O 112/25).
Zwei Lehrerinnen waren wegen fahrlässiger Tötung rechtskräftig schuldig gesprochen worden. Laut Urteil hatten die Pädagoginnen gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen, weil sie vor der Reise nicht schriftlich nach Vorerkrankungen der teilnehmenden Schüler gefragt hatten.
Vater fordert 125.000 Euro Schmerzensgeld vom Land NRW
Hätten sie von dem Diabetes des Mädchens gewusst, hätten sie seine akute Überzuckerung in London früher erkannt, einen Notarzt gerufen und so seinen Tod im Juni 2019 verhindern können, hatte das Landgericht Mönchengladbach im Strafprozess argumentiert.
Es gehe ihm schlecht, er könne seinen Beruf nicht mehr ausüben und sei in Behandlung, hatte Emilys Vater gesagt. Dennoch wolle er das Geld nicht für sich, sondern für eine von ihm gegründete Stiftung, die an Diabetes erkrankten Kindern helfen solle. (dpa)

