Der Kölner Dompropst bleibt hart. Er lehnt Forderungen nach einem freien Eintritt für NRW-Bürger an Samstagen ab.
Dompropst weist Ott-Vorschläge zurückKein kostenloser Dom-Besuch für NRW-Bürger an Samstagen

Der Kölner Dompropst Guido Assmann spricht auf einer Pressekonferenz.
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Der Kölner Dompropst Guido Assmann lehnt die Forderungen ab, bei der Erhebung der neuen Eintrittspreise für den Kölner Dom Ausnahmen zu ermöglichen. Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag und Spitzenkandidat der NRW-SPD bei der Landtagswahl 2027, hatte Assmann die Einführung eines kostenfreien Besuchstags für alle NRW-Bürger an Samstagen vorgeschlagen.
Ein Sprecher des Dompropstes sagte unserer Redaktion, seit der Einführung des Eintrittspreises in Höhe von zwölf Euro seien „zahlreiche Anfragen mit der Bitte um Sonderkonditionen und freie Eintritte für bestimmte Bevölkerungsgruppen, Vereine oder Unternehmen“ bei der Dompropstei eingegangen. „Wir erteilen ihnen aber grundsätzlich eine Absage, denn in ihrer Gesamtheit würden sie die Grundlage unseres neuen Finanzierungskonzeptes zunehmend aushöhlen“, sagte der Sprecher. Und fügte hinzu: „Würden wir einzelnen Gruppen Sonderkonditionen gewähren, wäre dies zudem unfair gegenüber anderen Antragstellern.“
Ott hatte seinen Vorschlag damit begründet, dass der Dom für viele Familien im Bundesland ein fester Bestandteil eines Wochenendausflugs sei. Der SPD-Fraktionschef forderte, dass das einzigartige Bauwerk für die Menschen der Region weiterhin leicht zugänglich bleiben müsse.
In einem Antwortschreiben auf die Reaktion von Assmann betonte der SPD-Politiker, er sei „unverändert der Überzeugung, dass es hier weiterhin Handlungsspielräume gibt“. Ott zog einen Vergleich zu den städtischen Museen in Köln. Dort haben Einwohner der Stadt traditionell am ersten Donnerstag im Monat freien Eintritt. „Ungeachtet unserer unterschiedlichen Auffassungen in dieser Frage würde ich mich freuen, den konstruktiven Austausch mit Ihnen fortzusetzen“, schrieb Ott dem Dompropst.