Die USA und Israel bombardieren seit Samstag den Iran. Ist der Iran-Krieg auch eine Gefahr für NRW? Jetzt spricht der Innenminister.
Iran-KriseNRW-Innenminister Reul zur aktuellen Lage: „Neubewertung jederzeit möglich“

Nach den Militärschlägen der USA und Israels gegen den Iran behält NRW-Innenminister Herbert Reul nach eigenen Angaben die Sicherheitslage in Nordrhein-Westfalen im Blick (Archivbild).
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Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran liegen NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage in seinem Verantwortungsbereich vor. „Aufgrund der dynamischen Lage im Nahen Osten ist eine Veränderung der Gefährdungslage und damit verbundene Neubewertung allerdings jederzeit möglich“, teilte Reul mit.
Grundsätzlich befänden sich die polizeilichen Schutzmaßnahmen an jüdischen und US-amerikanischen Objekten in Nordrhein-Westfalen seit jeher auf hohem Niveau. Vor dem Hintergrund der Militärschläge seien die Kreispolizeibehörden nun „erneut sensibilisiert“ worden.
Reul: Veränderung der Gefährdungslage jederzeit möglich
„Die Krisen und Kriege dieser Welt finden sich immer auch auf unseren Straßen wieder“, so Reul. „Das haben wir in den vergangenen Jahren sehr deutlich gesehen – sei es durch Demonstrationen, durch eine starke Emotionalisierung oder durch gezielte Provokationen.“ Man beobachte die derzeitige Lage sehr genau und passe Maßnahmen bei Bedarf konsequent an.
Die USA und Israel hatten den Iran am Samstag angegriffen, woraufhin dieser zurückschlug. Auf die Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei reagierten die Revolutionsgarden mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region sowie das israelische Armeehauptquartier und einen Rüstungskomplex in Tel Aviv. (dpa)

