NRW-FDP-Chef Henning Höne fordert eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD, schließt eine Kooperation aber aus.
NRW-FDP will AfD stellenHöne kritisiert Boykott von Debatten durch Grüne und SPD

Will die AfD stärker mit inhaltlichen Debatten stellen: Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Henning Höne. (Archivbild)
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Henning Höne, der FDP-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen, fordert für den anstehenden Landtagswahlkampf eine verstärkte inhaltliche Debatte mit der AfD. „Ausschließlich Empörung zu zeigen, das reicht eben dann auch nicht aus“, erklärte Höne in einem Interview mit WDR5.
„Wir erleben oft, dass zum Beispiel SPD und Grüne Podiumsdiskussionen absagen, sobald auch ein Vertreter der AfD eingeladen ist. Ich halte ein solches Verhalten für einen Fehler“, so Höne weiter. Er bekräftigte die Notwendigkeit, sich den Positionen der AfD in der Sache zu stellen.
Konfrontation bei Podiumsdiskussionen erwartet
Im Zuge des Wahlkampfs für die Landtagswahl im April 2027 werde es viele Podiumsdebatten geben, zu denen alle Fraktionen des Landtags eingeladen seien. „Dann wird die AfD dabei sein, und dann muss man sich den Argumenten stellen“, bekräftigte der FDP-Landesvorsitzende.
Eine Kooperation mit der AfD lehnte Höne jedoch strikt ab. Er begründete dies damit, dass die AfD eine Partei sei, „die nicht mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Und darum kann sie keine Partei sein, mit der Demokraten zusammenarbeiten“.
Debatte um Ausrichtung der Bundes-FDP
Auch auf dem Bundesparteitag der FDP wurde am Wochenende der Umgang mit der AfD rege diskutiert. Wolfgang Kubicki, der neue Bundesparteichef, hatte zuvor mit Aussagen wie „Brandmauer? Kenne ich nicht. Steht nicht in der Verfassung. Gibt's nicht“ bei manchen die Sorge geweckt, er könnte die FDP weiter rechts positionieren wollen.
Auf dem Parteitag selbst unterstrich Kubicki allerdings: „Es wird mit Liberalen nie eine Zusammenarbeit mit der AfD geben, niemals.“ (dpa/red)
Höne zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt
Im Rahmen des FDP-Bundesparteitags am Wochenende erfolgte die Wahl von Höne zu einem der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Ursprünglich hatte er eine Kandidatur für den Bundesvorsitz angestrebt, zog seinen Antrag auf diese Position aber zurück.
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