VerfassungsschutzBedeutung der Islamistinnen in NRW wächst

Lesezeit 2 Minuten
Ein Schild weist den Weg zum Bundesamt für Verfassungsschutz.

Laut Verfassungsschutz wächst die Bedeutung des weiblichen Islamismus in NRW.

Laut Verfassungsschutz gibt es 630 Islamistinnen in Nordrhein-Westfalen. Die Bedeutung der Frauen wächst demnach.

Überraschende Zahlen zu weiblichem Islamismus: Der Verfassungsschutz zählt aktuell rund 630 Islamistinnen in NRW. Zusammen mit den Männern kommt die islamistische Szene laut dem letzten Verfassungsschutzbericht auf 4610 Personen. Auch wenn die Frauen damit deutlich in der Unterzahl sind, wächst ihre Bedeutung, wie es in einem noch unveröffentlichten Papier an den Düsseldorfer Landtag heißt.

Laut der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion ist ein Großteil der bekannten Islamistinnen zwischen 18 und 35 Jahren alt. Vor fünf Jahren hätten die in der besonders gefährlichen salafistischen und dschihadistischen Szene aktiven 40 bis 50 Frauen noch eine andere Rolle gespielt, so das Innenministerium: Damals seien sie – neben der Kindererziehung – „nur“ für Propaganda und Anwerbung zuständig gewesen. „In den Folgejahren war dann eine Stärkung der Rolle von Frauen innerhalb der Szene festzustellen“, heißt es in dem Papier.

Wie viele Gefährderinnen es in NRW gibt, ist unklar

Frauen haben demnach inzwischen keine Sonderposition mehr gegenüber den Männern – sondern sind mitten drin. Zu der Frage, wie viele weibliche „Gefährder“ es aktuell in NRW gibt, konnte das Innenministerium zunächst keine Angaben machen. Als Gefährder werden potenzielle Terroristen bezeichnet. Insgesamt hatte der NRW-Verfassungsschutz zuletzt 190 Gefährder ausgemacht, die aber teilweise im Ausland oder im Gefängnis waren.

Unterdessen bereitet der Verfassungsschutz ein neues „Lagebild Islamismus“ vor, wie aus dem Papier an den Landtag hervorgeht. Es soll das ehemalige „Lagebild Salafismus“ (zuletut mit Zahlen aus 2019) ablösen beziehungsweise erweitern.

Nachtmodus
KStA abonnieren