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Friedenstreffen in PakistanWarum das Land als Vermittler eine entscheidende Rolle spielt

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Iran-Krieg - Pakistan

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen sollen Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Irans in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen.

Unter hohen Sicherheitsauflagen beginnen Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Doch warum wurde ausgerechnet Pakistan als Ort gewählt?

Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen sollen an diesem Freitag in Pakistan Gespräche zur Beilegung des Iran-Konflikts beginnen. Wie die dpa aus pakistanischen Sicherheitskreisen berichtet, werden die Delegationen der USA und des Irans zunächst auf Expertenebene verhandeln, bevor sich am Samstag führende Regierungsvertreter treffen. Das Diplomatenviertel in Islamabad wurde dafür abgeriegelt.

Pakistans besondere Rolle als neutraler Vermittler

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit dem 7. April 1980 unterbrochen, nachdem bei der islamischen Revolution amerikanische Diplomaten 444 Tage in Geiselhaft waren. Seitdem vertritt die pakistanische Botschaft in Washington die iranischen Interessen in den USA.

Pakistan gilt als geeigneter Verhandlungsort, da es die Führung in Teheran nie offen provoziert hat und keiner Militärkoalition gegen den Iran angehört. Das von Pragmatismus geprägte Verhältnis, eine 900 Kilometer lange Grenze und kulturelle Gemeinsamkeiten stützen diese Wahl.

Shehbaz Sharif

Pakistans Premier Shehbaz Sharif ist ein Vermittler in den Gesprächen zur Beilegung des Iran-Konflikts. (Archivbild)

Andere mögliche Vermittler wie die Türkei (Nato-Mitglied) oder das international isolierte Russland gelten für Teheran als nicht neutral. Auch frühere Versuche von Katar und Oman waren zuletzt nicht erfolgreich.

Wirtschaftliche und persönliche Faktoren

Enge bilaterale Wirtschaftsbeziehungen, etwa durch Tauschgeschäfte, bestehen trotz Sanktionen. Zudem spielt das gute persönliche Verhältnis von US-Präsident Donald Trump zum pakistanischen Armeechef Asim Munir eine Rolle, den Trump als eigentlichen Entscheider im Land ansehen soll.

Iran-Krieg -Pakistan

Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, verbindet eine enge Beziehung mit US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

Pakistan verfügt über jahrzehntelange Vermittlererfahrung, etwa zwischen den USA und China (1971). Das Land verfolgt auch eigene Interessen: Ein Ende des Konflikts könnte die Energiepreise senken und bei Verhandlungen mit dem IWF helfen. Zudem will man eine Flüchtlingswelle und eine militärische Verwicklung vermeiden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.