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Von Kriegsschiffen eskortiertPutins Luxusjacht vor dänischer Küste aufgetaucht

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Blick auf die Motoryacht „Kosatka“ (früher „Graceful“) des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hier im Jahr 2022 in der Ostsee auf der Fahrt von Kaliningrad vermutlich nach Sankt Petersburg.

Blick auf die Motorjacht „Kosatka“ (früher „Graceful“) des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hier im Jahr 2022 in der Ostsee auf der Fahrt von Kaliningrad vermutlich nach Sankt Petersburg.

Eine Luxusjacht, die Wladimir Putin zugeordnet wird, ist vor Dänemarks Küste aufgetaucht – eskortiert von Kriegsschiffen.

Es ist ein bemerkenswerter Konvoi, der aktuell vor Dänemarks Küste für Aufsehen sorgt. Laut Meldungen des dänischen Senders „DR“ hat eine russische Motorjacht das Kattegat durchquert. Internationalen Medienberichten zufolge wird dieses Schiff dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zugeordnet.

Das Schiff, das den Namen „Kosatka“ trägt, ist Teil eines Verbands, der insgesamt aus drei russischen Schiffen besteht. Die Jacht wird dabei von einem Zerstörer sowie einem zusätzlichen Patrouillenschiff eskortiert.

Route des Konvois durch dänische Gewässer

Informationen von „DR“ zufolge durchquerte das opulente Schiff in der Nacht zum Montag dänische Gewässer. Die Fahrtroute verlief erst durch den Großen Belt, bevor es am Vormittag in der Nähe der Insel Anholt im Kattegat lokalisiert wurde und anschließend Kurs auf Skagen nahm. Diese Angaben basieren auf Auswertungen von Schiffsverfolgungs-Websites und auf Beobachtungen von Schiffsentusiasten.

Die Fahrt der „Kosatka“ war zudem aus einem weiteren Grund außergewöhnlich: Seit dem 30. August 2022 war ihr AIS-Transponder, das automatische Identifikationssystem zur Schiffsortung, deaktiviert, also in der Zeit nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Folglich bewegte sich das Schiff lange „unter dem Radar“, wurde an einen anderen Ort verlegt und zwischenzeitlich auch in St. Petersburg gesichtet.

Überwachung durch dänische und deutsche Stellen

Der Konvoi wurde nicht nur von dänischen, sondern ebenso von deutschen Behörden überwacht. Seit 9 Uhr am Sonntagmorgen haben die dänische Marine und die deutsche Küstenwache den Verband im Wechsel observiert. Das dänische Verteidigungsministerium ließ mitteilen, dass derartige Schiffe „routinemäßig“ mit adäquaten Mitteln begleitet werden.

Einem Bericht von „Forbes“ zufolge erhielt die Jacht im Jahr 2022 den Namen „Kosatka“, was die russische Bezeichnung für „Killerwal“ ist. Ihr vorheriger Name war „Graceful“. Damals wurde sie vor der estnischen Küste gesichtet, eskortiert von einem bewaffneten Schiff der russischen Küstenwache. 

Der Wert von Putins Jacht wird auf 119 Millionen Dollar (mehr als 104 Millionen Euro) geschätzt. Das Schiff misst in der Länge etwa 267 Fuß, was über 81 Metern entspricht. Zur Ausstattung gehören „Forbes“ zufolge ein 15 Meter langes Hallenbad, ein Helikopterlandeplatz und opulente Suiten. In sechs Kabinen finden bis zu 14 Gäste Platz. Die Fertigstellung des Schiffs erfolgte 2013 bei der deutschen Werft Blohm + Voss.

Das genaue Ziel des Konvois ist bislang unklar. Fest steht jedoch: Das plötzliche Auftauchen eines lange „unsichtbaren“ Schiffs in einem russischen Konvoi durch die Ostsee veranlasst die europäischen Anrainerstaaten zu besonderer Wachsamkeit. (red)